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Die Summe, die Trump Cohen rückerstattet hat, könnte seine Affäre mit Daniels belegen.
Die Summe, die Trump Cohen rückerstattet hat, könnte seine Affäre mit Daniels belegen.(Foto: picture alliance / Evan Vucci/AP)
Mittwoch, 16. Mai 2018

Neuer Ärger in Pornostar-Affäre: Trump-Report weist auf Daniels-Zahlung hin

Die angebliche Affäre des US-Präsidenten mit dem Pornostar Stormy Daniels gewinnt an Fahrt. Neue Dokumente weisen eine hohe Zahlung an seinen Anwalt aus - und die entspricht der Summe des mutmaßlichen Schweigegeldes.

Aus der jährlichen persönlichen Finanzaufstellung, die Donald Trump der Ethikbehörde der US-Regierung übergeben hat, geht hervor, dass er seinem Anwalt Michael Cohen im letzten Jahr Ausgaben in Höhe von über 100.000 Dollar rückerstattet hat. Das berichtet die "Washington Post". Die Höhe dieser Zahlung entspricht der, die Cohen der Pornodarstellerin Stormy Daniels im Rahmen einer Schweigevereinbarung kurz vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 überwiesen hatte.

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Daniels, die im bürgerlichen Leben Stephanie Clifford heißt, hatte nach eigenen Angaben im Jahr 2006 eine Affäre mit Trump. Im Gegenzug für die von Cohen überwiesene Summe, musste sie sich angeblich verpflichten, mit den Detailsnicht an die Öffentlichkeit zu gehen.

Nachdem das "Wallstreet Journal" die Zahlung an Daniels veröffentlicht hatte, gab Cohen zu, diese getätigt zu haben. Er fügte jedoch hinzu, diese nicht von Trump erstattet bekommen zu haben. Trump stritt zunächst ab, von Cohens Schweigegeld zu wissen. Sein Rechtsberater Rudolph Giuliani, der ehemalige Bürgermeister New Yorks, hatte danach jedoch in verschiedenen Interviews zugegeben, dass Trump Cohen die Zahlung in Gänze rückerstattet hätte.

Einer Fußnote in dem Dokument zufolge, hatte Trump im vergangenen Jahr seinem Anwalt für Auslagen aus dem Jahr 2016 einen Betrag zwischen 101.000 und 250.000 Dollar erstattet. In einem Brief an den stellvertretenden Justizminister Rod Rosenstein erklärte die Ethikbehörde, dass Trump die Verbindlichkeit gegenüber dem Anwalt bereits im Bericht des Vorjahres hätte deklarieren müssen. Dies werde mitgeteilt, falls es für weitere Untersuchungen relevant sein sollte, hieß es. Die laufende Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller liegt in Rosensteins Verantwortungsbereich.

Die unabhängige Ethikorganisation Citizens for Responsibility and Ethics in Washington hatte als erstes kritisiert, dass Trump bereits im Vorjahr die Zahlungen an Cohen hätte transparent machen sollen.

Quelle: n-tv.de