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Werben um autonome Arktisinsel Trump scherzt über Hotel auf Grönland

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Zukunftsaussichten für Grönland? Vermutlich nicht.

(Foto: AP)

In der Lesart von Dänemark ist der vorgeschlagene Kauf der Arktisinsel Grönland durch die USA ein schlechter Scherz. Geht es nach US-Präsident Trump, ist dieses Gedankenspiel durchaus ernst gemeint. Witzig sein soll dagegen eine Fotomontage, die der Staatschef twittert.

Im Wirbel um ein Interesse am Kauf von Grönland hat US-Präsident Donald Trump es mit Humor versucht. Der Präsident veröffentlichte auf Twitter eine Fotomontage, die ein gold-glitzerndes Trump Hotel inmitten kleiner bunter Häuser an Grönlands Küste zeigt. "Ich verspreche, Grönland das nicht anzutun", schrieb Trump dazu. Die scherzhafte Fotomontage mit dem Titel "Grönland in zehn Jahren" kursiert bereits seit einigen Tagen in den sozialen Netzwerken. Auch Trumps Sohn Eric hat das Meme im Netz geteilt.

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Die Reaktionen von Nutzern auf den Tweet schwankten zwischen: "Wie kann man den Humor von US-Präsident Trump nicht lieben?" bis: "Wie kann man darüber nur Witze machen? Du bist eine nationale Peinlichkeit."

Am Sonntag hatte Trump, der vor seinem Einstieg in die Politik als Immobilienunternehmer reich geworden war, erklärt, ein Kauf Grönlands könnte für die USA "strategisch" interessant sein und hinzugefügt: "Im Grunde wäre es ein großes Immobiliengeschäft." Bei seiner im September angedachten Reise nach Kopenhagen könne das Thema besprochen werden.

"Das muss ein Aprilscherz sein"

Grönland und Dänemark hatten die Idee eines Verkaufs aber umgehend entschieden zurückgewiesen. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hatte zu Trumps Gedankenspielen gesagt: "Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist." Der ehemalige Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen hatte es zuvor auf Twitter noch deutlicher formuliert: "Das muss ein Aprilscherz sein."

Die Arktisinsel mit seinen rund 56.000 Einwohnern ist autonom, gehört aber zum dänischen Königreich. Es ist etwa sechsmal so groß wie Deutschland, ein Großteil der Fläche ist ständig von Eis bedeckt. Für Washington könnte Grönland durch seine Lage in der Arktis, die Nähe zu Russland und wegen dort vermuteter Bodenschätze strategisch bedeutend sein.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/AFP

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