Politik
US-Atomkraftwerk North Anna.
US-Atomkraftwerk North Anna.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 30. Juni 2017

Comeback der Atomkraft: Trump verspricht "Goldene Ära"

Exporte von Flüssiggas nach Asien, Ausfuhren von Kohle in die Ukraine: US-Präsident Trump will den US-Energiesektor umkrempeln und der USA damit in diesem Bereich zu einer Vormachtstellung verhelfen. Atomkraft darf da nicht fehlen.

US-Präsident Donald Trump hat eine Wende in der heimischen Energiepolitik hin zu mehr Exporten und Atomkraft angekündigt. Sein Land stehe vor einer "Goldenen Ära", in der die USA durch eine dominierende Rolle am Energiemarkt ihre weltweite Vormachtstellung untermauern würden, sagte Trump.

Exporte von Flüssiggas nach Asien sollten ebenso ausgebaut werden wie Ausfuhren von Kohle in die Ukraine. Beschränkungen für Exporte sowie für die Finanzierung von Kohleprojekten im Ausland müssten gelockert werden, so Trump weiter.

Seine Regierung werde zudem nach Wegen suchen, um der heimischen Nuklearindustrie zu einem Comeback zu verhelfen. Es gelte, die Atomenergie im Vergleich zu Erdgas und erneuerbaren Energien wettbewerbsfähiger zu machen, sagte Trump. Auch müsse man sich um die Entsorgung von Atommüll kümmern.

Ausscheren aus Klimaabkommen ist Thema bei G20-Gipfel

Gleichzeitig verteidigte Trump seine Entscheidung für ein Ausscheren aus dem Pariser Klimaabkommen: "Um amerikanische Jobs, Unternehmen und Arbeiter zu schützen, haben wir die USA aus dem einseitigen Pariser Klimaabkommen herausgezogen", sagte Trump. "Ich möchte Ihnen sagen, dass wir stolz darauf sind."

Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg seines Landes aus dem Klimaabkommen angekündigt und erklärt, sein Land werde die Vereinbarung "ab sofort" nicht mehr umsetzen. Zur Begründung sagte er, das Abkommen gehe einseitig zu Lasten der USA und koste dort Jobs. Trump zeigte sich aber bereit, die Ende 2015 geschlossene Vereinbarung neu zu verhandeln. Die EU und andere Unterzeichner des Abkommens lehnten dies ab.

Das Ausscheren der US-Regierung aus dem Pariser Abkommen gilt als Belastung für den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will als Gastgeberin des Treffens ein klares gemeinsames Bekenntnis zum Kampf gegen die Erderwärmung erreichen. In ihrer Regierungserklärung zu dem Gipfel sagte sie am Donnerstag im Bundestag, das Pariser Abkommen sei "nicht verhandelbar".

Quelle: n-tv.de