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Vize übernimmt in wenigen Tagen Trump wechselt Mattis vorzeitig aus

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Patrick Shanahan und Donald Trump: "Er wird großartig sein."

(Foto: AP)

US-Verteidigungsminister Mattis will die Entscheidung, Truppen aus Syrien abzuziehen nicht mittragen und will das Pentagon in zwei Monaten verlassen. Das lässt US-Präsident Trump nicht auf sich sitzen - und setzt Mattis schon zum Jahreswechsel vor die Türe.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, schon zum neuen Jahr einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums vorzunehmen. Er twitterte, er werde den bisherigen Stellvertreter Patrick Shanahan vorerst mit der Leitung der Behörde betrauen, er trage den Titel "amtierender Verteidigungsminister". Er ergänzte: "Er wird großartig sein."  Shanahan war früher Manager bei dem Luftfahrtkonzern Boeing und wurde 2017 Vize-Verteidigungsminister.

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Vorgänger James Mattis hatte am Donnerstag wegen Differenzen mit dem Präsidenten für Ende Feburar seinen Rücktritt angekündigt. Einen Tag zuvor hatte Trump überraschend den Abzug der US-Armee aus Syrien verkündet. Dies stieß nicht nur bei Verbündeten der USA im Kampf gegen den IS auf Unverständnis, sondern ist auch in den Vereinigten Staaten höchst umstritten.

Wegen seiner Ablehnung eines schnellen vollständigen US-Abzugs aus Syrien gibt auch der US-Sondergesandte für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Brett McGurk, seinen Posten vorzeitig auf. Statt im Februar scheide er bereits am 31. Dezember aus dem Amt, teilte das Außenministerium mit.

Trump hatte vergangene Woche angekündigt, alle 2000 US-Soldaten aus Syrien abzuziehen - mit der Begründung, die Terrormiliz IS sei dort besiegt. Der Entschluss stieß national wie international auf großes Unverständnis. Auch Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron kritisierte den Schritt und mahnte: "«Ein Verbündeter ist es sich schuldig, verlässlich zu sein."

Trump soll die Entscheidung gegen den Rat wichtiger Kabinettsmitglieder gefasst haben, auch gegen den Rat von Mattis. Experten mahnen, der IS sei keineswegs besiegt und ein Abzug habe fatale Folgen. Auch in Trumps eigener Partei löste der Entschluss Empörung und Besorgnis aus.

Quelle: n-tv.de, jog/AFP/dpa