US-Wahl

Das ABC der US-Wahlen Delegierte bis F-Wort

Eine republikanische Delegierte beim Parteitag 2008 in St. Paul.

Eine republikanische Delegierte beim Parteitag 2008 in St. Paul.

(Foto: REUTERS)

Für Präsidentschaftswahlen in den USA gilt eine einfache Faustregel: Alles ist so kompliziert wie möglich. Wir erklären den Unterschied von Delegierten und Super-Delegierten, Swing States, Caucus und Momentum. Und natürlich auch, was das Lieblingswort von Newt Gingrich ist.

Delegierte

Delegierte werden bei den -> Vorwahlen bestimmt. Ein Delegierter ist nicht einfach ein Delegierter. Es gibt gebundene und ungebundene sowie die sogenannten -> Super-Delegierten, die bei den Republikanern RNC-Delegierte heißen. Gebundene Delegierte müssen für einen bestimmten Kandidaten votieren, ungebundene können ihre Stimme frei vergeben. Insgesamt gibt es beim -> Nominierungsparteitag der Republikaner in diesem Jahr 2286 Delegierte. Ein Bewerber braucht daher mindestens 1144 Delegierte, um Präsidentschaftskandidat zu werden.

Das ABC der US-Wahlen

Abtreibung bis Caucus
Delegierte bis F-Wort
Gesundheitsreform bis Iowa
Luftkrieg bis Obama
President-elect bis Swing States
Tea Party bis Zukunft

Electoral College

Der Präsident wird in den USA nicht unmittelbar vom Volk gewählt, sondern mittelbar, über das Kollegium der Wahlmänner und -frauen. Je nach Größe entsenden die Bundesstaaten zwischen 3 und 55 Personen ins Electoral College. Insgesamt besteht das Gremium derzeit aus 538 Personen. Vertreten sind ausschließlich die 50 Bundesstaaten sowie der Hauptstadtbezirk Washington D.C. Die Außengebiete der USA, die von den Parteien bei den Vorwahlen noch berücksichtigt werden, haben kein Stimmrecht.

Gleichzeitig gilt das Mehrheitswahlrecht: Jeder Bundesstaat entsendet nur Wahlmänner und -frauen einer einzigen Partei ins Electoral College. Das kann - wie im Jahr 2000, als der Republikaner George W. Bush gegen den Demokraten Al Gore gewann - dazu führen, dass ein Kandidat Präsident wird, der nicht die meisten Wählerstimmen bekommen hat.

Theoretisch sind die Wahlmänner und -frauen frei in ihrer Wahl. In der Praxis sind sie jedoch an das Votum ihrer Wähler gebunden.

Evangelikale Christen

Die christlichen Fundamentalisten sind eine einflussreiche Gruppe in der republikanischen Partei. Kein Kandidat kann es sich leisten, die Evangelikalen zu ignorieren. Allerdings machen sie nur bis zu einem Viertel der Wähler aus.

F-Wort

Nicht das was Sie denken. Dan Amira, ein Kolumnist des "New York Magazine" fand heraus, dass Newt Gingrich eine ganz besondere Vorliebe für das Wort "fundamental" hat. Insgesamt sammelte Amira 418 fundamentale Wendungen von Gingrich: von "fundamentally a falsehood" bis "fundamentally wrong with weakness in America".

Quelle: ntv.de