Politik

Fluss Oskil überschritten Ukrainische Truppen rücken bei Kupjansk vor

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Kurze Pause von der Gegenoffensive. Mittlerweile scheinen die ukrainischen Truppen in der Stadt Kupjansk wieder voranzukommen.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach der erfolgreichen Gegenoffensive des ukrainischen Militärs in der Region Charkiw, beruhigt sich die Lage zunächst. Nun belegen Berichte und Videos, dass ukrainische Truppen in den Ostteil der Stadt Kupjansk eindringen. Nun könnten die Soldaten weiter Richtung Luhansk vorrücken.

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben am Fluss Oskil Truppenteile übersetzen können und damit einen Brückenkopf zum weiteren Vorgehen gen Osten gebildet. "Die ukrainischen Streitkräfte haben den Oskil überwunden. Seit gestern kontrolliert die Ukraine auch das linke Ufer", teilte die Pressestelle der ukrainischen Streitkräfte per Video auf ihrem Telegram-Kanal mit. Zuvor gab es Berichte, dass Kiew sich die Kontrolle über den Ostteil der Stadt Kupjansk gesichert habe. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden.

Auf dem Video ist ein Panzer zu sehen, der den Fluss durchfährt und am anderen Ufer von ukrainischen Soldaten schon empfangen wird. Bei ihrer Gegenoffensive Anfang September sind die ukrainischen Kräfte im Gebiet Charkiw bis an den Oskil vorgestoßen. Dahinter haben die russischen Truppen nach ihrem Rückzug eine neue Frontlinie aufgebaut und mehrere Versuche der Ukrainer, den Fluss zu überqueren, abgewehrt.

Die Bildung eines Brückenkopfs auf der Ostseite des Oskil wäre ein strategisch wichtiger Erfolg für die ukrainischen Truppen. Damit könnten sie ihren Angriff in Richtung des Gebiets Luhansk fortsetzen. Über den genauen Ort der Flussquerung hat das Militär keine Angaben gemacht. Allerdings hatte zuvor das US-amerikanische Institute for the Study of the War (ISW) geschrieben, die Ukrainer hätten den Ostteil der Stadt Kupjansk erobert.

Die strategisch wichtige Stadt im Gebiet Charkiw ist durch den Oskil zweigeteilt. Den westlichen Teil hatten die Ukrainer bei ihrer Gegenoffensive erobert, im Industriegebiet am Ostufer des Flusses hingegen hatten sich bis zuletzt noch russische Truppen verschanzt.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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