Politik

Trendbarometer von RTL/ntv Union auf dem Wert von 1998 und 2005

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Ein Themenwagen von Jacques Tilly, der am Montag durch die leeren Straßen von Düsseldorf gezogen wurde, enthält eine Theorie, wie Armin Laschet an die Erfolge von Angela Merkel anknüpfen will.

(Foto: REUTERS)

Im Trendbarometer erreicht die Union einen Wert, der dem Ergebnis von Helmut Kohls letzter Wahl und dem ersten Wahlsieg von Angela Merkel entspricht. CDU/CSU und Grüne sind derzeit die einzigen Parteien, die mit einem Zuwachs an Mandaten rechnen können.

Trotz moderater Verluste bleiben die Unionsparteien in der Sonntagsfrage die dominierende politische Kraft in Deutschland. Wenn bereits jetzt der neue Bundestag gewählt würde, würden CDU und CSU laut Trendbarometer von ntv und RTL 35 Prozent erreichen. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Minus von zwei Punkten. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte die Union 32,9 Prozent.

Damit hat die Union weiterhin einen Vorsprung von 19 Prozentpunkten vor der SPD und 16 Prozentpunkten vor den Grünen. Die CDU/CSU würde nach wie vor besser abschneiden als bei der letzten Bundestagswahl; ihr Stimmenanteil entspräche derzeit dem Ergebnis von Helmut Kohls letzter Wahl 1998 und dem ersten Wahlsieg von Angela Merkel 2005.

SPD und Linke legen im Trendbarometer jeweils um einen Prozentpunkt zu, bei den übrigen Parteien ändert sich nichts: Die Grünen kommen auf 19 Prozent (Wahl 2017: 8,9), die SPD erreicht 16 Prozent (20,5). Auf die AfD (12,6) entfielen 8, auf die Linke (9,2) ebenfalls 8 Prozent. Die FDP steht bei 7 Prozent (10,7). Weitere 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 21 Prozent etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8).

 

Nur Union und Grüne würden Sitze dazugewinnen

In absoluten Zahlen sähe das Wahlergebnis so aus: Für CDU und CSU würden sich 17,1 Millionen Wahlberechtigte entscheiden. Die Grünen könnten mit 9,3 Millionen, die SPD mit 7,8 Millionen, die Linke und die AfD mit jeweils 3,9 Millionen und die FDP sowie die sonstigen kleineren Parteien mit je 3,4 Millionen Stimmen rechnen. Derzeit hätte der neue Bundestag 713 Abgeordnete. Die größte Fraktion würde mit 271 Abgeordneten die Union stellen. Die Grünen kämen auf 145, die SPD auf 122, die Linke und die AfD auf jeweils 61 und die FDP auf 53 Abgeordnete.

Gegenüber der letzten Bundestagswahl 2017 würden die CDU/CSU 25 und die Grünen 78 zusätzliche Sitze im Parlament gewinnen. Alle übrigen Parteien hätten Verluste: die SPD minus 31, die Linke minus 8 und die FDP minus 27 Abgeordnete. Den größten Verlust müsste bei einer jetzt stattfindenden Wahl die AfD erwarten: minus 33 Abgeordnete. Sie würde damit auch nicht mehr die größte Oppositionsfraktion im Bundestag stellen.

FDP-Anhänger rücken nach rechts

Ein weiteres Ergebnis der von Forsa durchgeführten Umfrage: Die FDP-Anhängerschaft ist der der AfD ähnlicher geworden. 72 Prozent der FDP-Anhänger und 73 Prozent der AfD-Anhänger sind Männer. Die jetzigen FDP-Anhänger verorten sich selbst im politischen Spektrum deutlich weiter rechts als die FDP-Wähler der Bundestagswahl von 2017.

Während die große Mehrheit der Bundesbürger (72 Prozent) die Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie gutheißen, sind die Anhänger von FDP und AfD mehrheitlich dagegen: 66 Prozent der FDP-Anhänger und 84 Prozent der AfD-Anhänger bewerten die Verlängerung des Lockdowns als "nicht richtig". Von der Gesamtbevölkerung äußern sich 25 Prozent ablehnend.

Die aktuellen Daten zu Parteipräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 9. bis zum 15. Februar 2021 erhoben. Datenbasis: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/–2,5 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, hvo

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