Politik

Gedenken in Frankreich Veil in Ruhmeshalle Panthéon

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Tausende haben dem Sarg Veils auf dem Weg ins Panthéon die letzte Ehre erwiesen.

(Foto: dpa)

Sie überlebte Auschwitz und wurde zu einer der beliebtesten Politikerinnen Frankreichs. Vor einem Jahr starb Simone Veil. Nun erfährt sie in Paris eine letzte große Ehrung.

Ein Jahr nach ihrem Tod hat die französische Politikerin und Frauenrechtlerin Simone Veil in der Pariser Ruhmeshalle Panthéon ihre letzte Ruhestätte gefunden. Tausende Menschen versammelten sich, um der Auschwitz-Überlebenden auf dem Weg ins Panthéon die Ehre zu erweisen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erinnerte an Veils unermüdlichen Einsatz für Aussöhnung und für die europäische Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem sie ihre Eltern und ihren Bruder verloren hatte. Veil ist erst die fünfte Frau, die im Panthéon beigesetzt wird.

Simone Veil erkämpfte als Gesundheitsministerin in den 70er Jahren das Abtreibungsrecht. 1979 wurde sie erste Präsidentin des EU-Parlaments. Zeitlebens setzte sich Veil auch für die Erinnerung an den Holocaust ein. Ihre Mutter, ihr Vater und ihr Bruder waren in Auschwitz ermordet worden. Sie zählte zu den beliebtesten und angesehensten öffentlichen Figuren in Frankreich.

Präsident Macron erinnerte in seiner Ansprache an Veils enorme Popularität. Die Beisetzung im Panthéon sei "das, was das gesamte französische Volk wollte". Er fügte hinzu: "Frankreich liebt Simone Veil." Macron hob besonders auch Veils Einsatz für Frauenrechte und die Freiheit hervor.

Im Panthéon wird Simone Veil neben ihrem 2013 verstorbenen Ehemann Antoine ruhen. Bis morgen werden die beiden Särge dort aufgebahrt und anschließend beigesetzt. Am Freitag waren sie vom Montparnasse-Friedhof zum Pariser Holocaust-Denkmal gebracht worden, wo sie 48 Stunden lang aufgebahrt wurden. Heute dann wurden sie ins Panthéon getragen. Simone Veil war am 30. Juni 2017 mit 89 Jahren gestorben.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP