Politik

Diebstahl im Smolensk-Wrack Vier Soldaten verhaftet

Vier russische Soldaten werden verhaftet, die im Verdacht stehen, Kreditkarten aus der bei Smolensk abgestürtzen Präsidentenmaschine gestohlen zu haben. Russland äußert sich nicht zu dem Vorfall.

Vier russische Soldaten stehen nach polnischen Angaben unter Verdacht, Kreditkarten vom Absturzort der Präsidentenmaschine von Lech Kaczynski gestohlen zu haben. Die Soldaten seien in Russland in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Sprecherin der internen polnischen Sicherheitsbehörde ABW unter Berufung auf russische Angaben.

Die Festgenommenen hätten demnach jener Einheit angehört, die die Unglücksstelle rund um das Flugzeugwrack gesichert habe. Bei dem Absturz am 10. April im russischen Smolensk waren neben Kaczynski und seiner Ehefrau Maria auch mehr als 90 weitere Menschen umgekommen, darunter viele Spitzenvertreter des Staatsapparats.

1400 Euro abgehoben

Polnische Ermittler gingen dem Diebstahl von zwei Kreditkarten nach, die einem Historiker gehörten, der an Bord der Maschine war und bei dem Unglück getötet wurde. Medienberichten zufolge sollen mit einer der Karten binnen zwei Stunden nach dem Absturz umgerechnet etwa 1400 Euro abgehoben worden sein.

Auch der polnische Regierungssprecher Pawel Gras bestätigte, dass vier russische Soldaten wegen Diebstahlverdachts festgenommen worden sein. Er korrigierte damit Angaben vom Sonntag, als er gesagt hatte, bei den Festgenommenen handle es sich um vier Mitglieder einer Spezialeinheit des russischen Innenministeriums. Das russische Verteidigungsministerium war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Quelle: n-tv.de, rts

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