Politik

AfD-Frau kennt Grund für EM-Aus Von Storch twittert sich ins Abseits

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Von Storch war gestern wieder in Twitter-Laune.

(Foto: imago/Christian Ditsch)

Sie dachten, Sie hätten den dümmsten Kommentar zum EM-Aus gestern von irgendeinem Besoffenen oder heute Morgen von einem Kollegen gehört? Dann lesen Sie nicht die Tweets der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch.

Nicht einmal eine halbe Stunde nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der EM in Frankreich meldet sich auf Twitter die stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, zu Wort. Nun gibt es Menschen, die behaupten, es sei eine Strategie von AfD-Politikern, gezielt mit Provokationen Aufmerksamkeit zu erzielen. Doch der Tweet, den von Storch in diesem Moment absetzt, ist an geistiger Leere kaum zu überbieten und tritt die geschundene deutsche Fan-Seele darüber hinaus mit Füßen. Wer so denkt, braucht entweder eine Therapie oder ist einfach herzzerreißend dumm. Inzwischen hat sie den Tweet gelöscht. Im Netz diskutiert wird darüber weiterhin.

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War es nicht der blauäugig-blonde Bastian Schweinsteiger, der mit seinem Handspiel die Unglückssträhne für die deutsche Elf einleitete? Was im Übrigen völlig egal ist, weil die Teamleistung nicht gereicht hat. Wer kommt in so einem Moment auf die Idee, eine sportliche Niederlage für seine völkisch-rassenhygienischen Zwangsgedanken zu nutzen?

Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, hat in der jüngsten Vergangenheit mit diversen provokant-inkompetenten und stets der Sache undienlichen Tweets auf sich aufmerksam gemacht und eine respektable Followerschaft aufgebaut, die sich beim Besuch ihrer Seite von einer Mischung aus Wut, Ekel und Mitleid für so viel braunen Hirnpilz inspirieren lässt. Spätestens seit sie in sozialen Medien gefordert hat, an der Grenze auf flüchtende Frauen und Kinder schießen zu lassen und später zurückruderte und behauptete, auf ihrer Maus ausgerutscht zu sein, ist ihr Name im Netz bekannt. Auch ihr hämischer Kommentar zu den Anschlägen in Brüssel ("Hat alles nix mit nix zu tun.") ist im Gedächtnis geblieben. Auch jetzt versucht von Storch, sich zu korrigieren - löscht den Tweet und argumentiert, ihr eigentlich korrekter Kommentar sei von der Presse nur rassistisch gedeutet worden. Warum sie den einwandfreien Tweet dennoch löscht, lässt sie im Dunkeln.

Und nun drängt sich die Vorstellung auf, wie sich von Storch am Donnerstagabend, allein auf dem Zweisitzer ihres dunkel getäfelten Fernsehzimmers thronend - sie trägt das braune Freizeitjackett -, angesichts der sich anbahnenden Niederlage der deutschen Nationalmannschaft ihren nächsten Geniestreich bei Twitter erdenkt. Über 7000 Menschen lesen das, was Beatrix schreibt. Und am Ende sagt sie vielleicht etwas so sensationell Unqualifiziertes, dass das halbe Netz darüber spricht. Menschen wie von Storch ist irgendeine Aufmerksamkeit lieber als gar keine Aufmerksamkeit. Wie bei dem Jungen auf dem Schulhof, den keiner mag und der ab und zu etwas Dummes getan hat, um seine vermeintlichen Klassenkameraden zum Lachen zu bringen.

Freilich hat das Netz nicht lange mit Reaktionen auf sich warten lassen. Wer das volle Programm möchte, kann sich hier einen Eindruck verschaffen. Das Erste, was einem durch den Kopf geht, ist dabei natürlich:

Ja, irgendwie muss man feststellen:

Und sich fragen:

Natürlich geht in so einem Artikel wie diesem hier, nichts ohne Bezug zur deutschen Vergangenheit:

Doch am Ende wäre es wohl die beste Idee:

Quelle: ntv.de

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