Politik

Ukrainische Truppen rücken vor Vor den Toren Slawjansks fallen Schüsse

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Die prorussischen Kräfte haben offenbar die errichteten Barrikaden in Brand gesteckt.

(Foto: REUTERS)

Offenbar unternimmt die ukrainische Armee einen Versuch, Slawjansk im Osten des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. An Kontrollposten wird geschossen, es gibt Tote. Die Separatisten wollen jedoch nicht weichen.

In der ostukrainischen Stadt Slawjansk hat die Armee offenbar einen Einsatz gegen prorussische Kämpfer gestartet. Ein AFP-Journalist berichtete von Schüssen sowie von einer brennenden Straßensperre an einer Zufahrt zu Slawjansk. Die prorussischen Kämpfer an der Sperre sprachen von einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte. Über dem Gebiet kreiste ein Hubschrauber.

Nach Angaben des Innenministeriums in Kiew kamen bei dem Einsatz in Slawjansk "bis zu fünf" prorussische Kämpfer ums Leben. Ein Sprecher der moskautreuen "Volksmiliz" hatte zuvor von einem Toten in den eigenen Reihen gesprochen. Andere Quellen berichten von zwei Todesopfern.

Angeblich soll es auch an anderen Kontrollpunkten um die Stadt Schusswechsel gegeben haben. Das ukrainische Innenministerium erklärte, man habe drei Kontrollpunkte der Separatisten erobert. Ein Mitglied der Sicherheitskräfte sei dabei verletzt worden.

2000 Bewaffnete in der Stadt

Die prorussischen Aktivisten gaben an, die Straßensperre selbst in Flammen gesetzt zu haben. Einer von ihnen sagte, er habe sieben ukrainische Panzerfahrzeuge auf der anderen Seite der Barrikade gesichtet. Die Rebellen zogen sich in Verteidigungsstellungen zurück.

Ein Sprecher der prorussischen Seite sagte, das gesamte Zivilpersonal im Rathaus habe Anweisung erhalten, das Gebäude zu verlassen. "Die bewaffneten Männer, welche die Verteidigung des Rathauses gewährleisten, bleiben auf ihrem Posten", sagte der Sprecher.

Slawjansk befindet sich wie rund zehn andere ostukrainische Städte seit Tagen in den Händen von prorussischen Gruppen. In der Stadt sollen etwa 2000 Bewaffnete bereitstehen.

Quelle: ntv.de, jog/AFP/dpa