Politik

"Wahlen sind entschieden" Wirtschaftsbosse richten Appell an Trump

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Wenige Wochen vor der Amtsübergabe stemmt sich Trump immer noch gegen das Wahlergebnis.

(Foto: dpa)

Wenn der US-Kongress am Mittwoch das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen bestätigen soll, werden sich einige Republikaner querstellen. Unternehmenschefs appellieren an die Vernunft von Trump und seinen verbliebenen Verbündeten.

Mehr als 170 Top-Manager von US-Konzernen haben die Kongressabgeordneten in einem offenen Brief aufgefordert, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen rasch zu bestätigen. Versuche, diesen Prozess zu behindern oder zu verzögern, stünden im Widerspruch zu den "wesentlichen Grundwerten unserer Demokratie", hieß es in dem am Montag (Ortszeit) in New York veröffentlichten Appell.

Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die Chefs der Finanzriesen Goldman Sachs und Blackrock sowie des Pharmakonzerns Pfizer. "Die Präsidentschaftswahlen sind entschieden, und es ist an der Zeit für dieses Land, sich nach vorne zu bewegen", heißt es in dem von der Lobby-Organisation Partnership for New York City organisierten Brief. Die Wirtschaftsführer fordern Amtsinhaber Donald Trump und dessen Unterstützer in der republikanischen Partei damit auf, ihren Widerstand gegen den Wahlausgang aufzugeben und ohne Verzögerungen eine geordnete Übergabe an die neue Regierung des gewählten Präsidenten Joe Biden von den Demokraten zu ermöglichen.

Der US-Kongress soll die Wahlergebnisse an diesem Mittwoch bestätigen. Mehrere Republikaner in Repräsentantenhaus und Senat kündigten an, dass sie Vetos gegen die Resultate einzelner Staaten einlegen würden - was die Zustimmung aber nur um einige Stunden verzögern dürfte.

Bei einem Wahlkampfauftritt vor den Stichwahlen für den US-Senat in Georgia wiederholte Trump seine unbelegten Wahlbetrugsvorwürfe und rief Abgeordnete und Senatoren dazu auf, am Mittwoch Einspruch gegen die Zertifizierung der Ergebnisse einzulegen. Er machte deutlich, dass er dabei auch auf die Unterstützung von Vizepräsident Mike Pence baut. Pence steht dem Senat als Präsident vor und wird die gemeinsame Sitzung der beiden Kongresskammern am Mittwoch leiten. "Ich hoffe, dass unser großartiger Vizepräsident sich für uns einsetzt", sagte Trump. "Er ist ein großartiger Kerl. Wenn er sich nicht einsetzt, werde ich ihn natürlich nicht ganz so sehr mögen."

Joe Biden hatte die Präsidentschaftswahl klar gegen den Amtsinhaber Trump gewonnen und soll am 20. Januar vereidigt werden. Trump weigert sich nach wie vor, seine Niederlage einzugestehen. Beweise für angebliche Wahlfälschungen hat er bisher nicht vorgelegt.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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