Dossier

"Der Islam ist des Teufels" US-Kirche will Koran verbrennen

Die US-Kirche "Dove World Outreach Center" weiß, wer an den Terroranschlägen auf das World Trade Center schuld ist: Der Islam. Und deshalb ruft ihr Pastor gleich zum "Internationalen Tag des Koranverbrennens" aus.

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Der Koran als Feindbild.

(Foto: (c) Aga Khan Trust for Culture, Geneva, Switzerland)

Weil der Islam ihrer Auffassung nach "des Teufels ist", will eine Kirche im US-Bundesstaat Florida am 11. September Exemplare des Koran verbrennen. Die Kirche "Dove World Outreach Center" in der Stadt Gainesville rief über das Online-Netzwerk Facebook zum "Internationalen Tag des Koranverbrennens" am Jahrestag der Terroranschläge im Jahr 2001 aus.

"Der Islam und die Scharia waren verantwortlich für den , sagte Pastor Terry Jones. "Wie werden den Koran verbrennen, weil wir denken, dass es für Christen, Kirchen und Politiker Zeit ist, aufzustehen und zu sagen: Nein, der Islam und die Scharia sind in den USA nicht willkommen."

"Nicht zu viel Beachtung schenken"

Bei muslimische Verbänden stieß die Ankündigung zur Verbrennung der heiligen Schrift des Islam auf Kritik. "Unglücklicherweise ist in Florida und landesweit Islamfeindlichkeit auf dem Vormarsch", sagte Ramsey Kilic, Sprecher des Rates für Amerikanisch-Islamische Beziehungen. Seine Organisation werde aber keine Schritte zur Verhinderung der Verbrennung unternehmen. "Wir wollen dem nicht zu viel Beachtung schenken, denn das ist, was sie wollen", sagte Kilic.

Neben der Aktion zur Verbrennung des Korans plant die Kirche in Gainsesville, die auf ihrer Internetseite T-Shirts mit der Aufschrift "Der Islam ist des Teufels" verkauft, für Montag auch Proteste vor dem Rathaus der Stadt. Sie sollen sich gegen Craig Lowe richten - den ersten bekennenden homosexuellen Bürgermeister in Gainesville.

Quelle: n-tv.de, AFP

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