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Im Juni geht's los Fahrrad-Pannenhilfe vom ADAC startet

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Könnte ein Fall für den ADAC sein ...

(Foto: picture alliance / dpa)

Der ADAC widmet sich verstärkt den Fahrradfahrern. Deutschlands größter Automobilclub startet nach einer Testphase seine bundesweite Pannenhilfe für Radler, damit die nach Reifen-, Ketten-, Brems- oder Akkuproblemen schnell wieder auf den Sattel kommen.

Radfahren boomt. Das hat auch Deutschlands größter Automobilclub, der ADAC, zur Kenntnis genommen und reagiert darauf, indem er sein Leistungsangebot für Radler ausbaut. Ab 1. Juni erhalten Mitglieder und ihre minderjährigen Kinder, die mit einer Fahrradpanne liegen bleiben, kostenlose Hilfe. Denn auch viele der Mitglieder des Verkehrsclubs nutzen immer häufiger das Fahrrad. Eine Mitgliedschaft ist ab 54 Euro jährlich zu haben.

Geholfen werden soll rund um die Uhr vor allem Radfahrern, die mit Reifen-, Ketten-, Brems- oder Akkuproblemen nicht mehr weiterfahren können. Sollte die Reparatur nicht vor Ort möglich sein, organisieren die Helfer den Transport zur nächsten geeigneten Werkstatt und nehmen bei Bedarf Gepäck oder Ladung mit. Voraussetzung für die Hilfeleistung: Der Pannen-Ort ist für Pkw legal erreichbar. Der Service gilt für alle Fahrräder, E-Bikes, Pedelecs und Fahrradanhänger.

"Wir tun das, um eine Mitgliedschaft im ADAC attraktiver zu machen. Wir wollen als ADAC weiter wachsen", so Präsident Christian Reinicke. Der ist seit einem Jahr im Amt und hatte bereits mit der Aufforderung Schlagzeilen gemacht, nach Möglichkeit das Auto auch mal stehen zu lassen und mit dem Fahrrad zum Bäcker zu fahren, um Sprit zu sparen.

Auch andere Automobilclubs bieten Hilfe bei Pannen

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Als Pilotprojekt gibt es die Fahrrad-Pannenhilfe bereits seit Juli vergangenen Jahres in Berlin und Brandenburg. Während der Probephase konnte so circa 400 Radfahrern geholfen werden. Die häufigsten Pannenursachen waren platte Reifen. Mit weitem Abstand folgten Probleme mit Kette, Bremse und Schaltung. Die Reparaturen dauerten hier in der Regel knapp 40 Minuten - doppelt so lang wie beim Auto, weil die Pannenhelfer noch Erfahrung sammelten. Damit der neue Service so zuverlässig und erfolgreich abläuft wie beim Auto, wurden zwischenzeitlich alle Pannenhelfer entsprechend geschult und ihre Fahrzeuge entsprechend ausgestattet.

Zwei andere Automobilclubs haben schon länger spezielle Leistungen für Radfahrer im Angebot. Seit Anfang letzten Jahres bietet der Auto Club Europa (ACE) in seinem Comfort-Tarif für 88,70 Euro pro Jahr einen Schutzbrief für Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs an. Der Automobil-Club Verkehr (ACV) eilt bereits seit 2016 kostenneutral mit einem Fahrradschutzbrief zu Hilfe. Dieser ist in alle bestehenden und seitdem entstandenen Mitgliedschaften integriert. Mitglied beim ACV kann man ab 49 Euro pro Jahr werden.

Quelle: ntv.de, awi

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