Ratgeber

Hier gibt es den besten Schutz Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test

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"Finanztest" prüfte nach eigenen Angaben auch detailliert, wie flexibel und verbraucherfreundlich ein Vertrag auf sich verändernde Lebensumstände geändert werden kann

(Foto: imago stock&people)

Wer wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann, hat ohne eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft Schwierigkeiten, den Lebensunterhalt weiter bestreiten zu können. Bei deren Auswahl sollten Beschäftigte nicht nur auf den Preis achten, rät Finanztest.

Jeder, der nicht über ein großes Privatvermögen verfügt, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen. Zu den besonders gefährdeten Berufsgruppen zählen Handwerker wie etwa Gerüstbauer oder auch Krankenschwestern. Der BdV rät aber auch jenen, die als ungefährlich geltende Berufe ausüben, zum Abschluss einer BU - weil die finanziellen Folgen von Unfall oder Krankheit schwerwiegend sein können. Die Absicherung von Invaliditätsrisiken ist wichtig, da es vom Staat nur eine geringe Unterstützung gibt.

Dabei sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden - je jünger und gesünder ein Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss ist, desto günstiger ist der Beitrag. Je später man sich für eine BU entscheidet, desto eher können Erkrankungen einen Vertragsabschluss erschweren oder sogar verhindern.

Im Falle einer Berufsunfähigkeit müssen Miete, Essen und Versicherungen weiter bezahlt werden. Deshalb sollte anhand des aktuellen Nettoeinkommens geschätzt werden, wie hoch die monatliche BU-Rente sein sollte.

In ihrem aktuellen Test von Berufsunfähigkeitsversicherungen haben die Prüfer von "Finanztest" 31 Angebote mit der Bestnote "sehr gut" bewertet. Fast ebenso viele Versicherungen bekamen die Note "gut", wie die Stiftung Warentest aus der jüngsten Ausgabe mitteilte. Interessenten riet "Finanztest", genau auf die Tarifbezeichnung zu achten. Denn neben den Top-Tarifen hätten die Versicherungen oft Basistarife mit deutlich weniger Leistungen im Angebot.

Erfreulich sei, dass einige Tarife mit der Note "sehr gut" gleichzeitig vergleichsweise günstig seien, erklärte "Finanztest". So zahle ein 25-jähriger Industriemechaniker im Modellfall bei einem der Testsieger knapp 900 Euro im Jahr, wenn er eine Monatsrente von 1500 Euro und eine Laufzeit bis 67 Jahre vereinbare. Anderswo müsse er für einen schlechteren Schutz fast das Dreifache aufbringen.

Die Tester bewerteten unter anderem die Tarife "SBU E-BU (01.17) der Europa und den "SBU 17 B1 (01.1117) der Hannoverschen mit "sehr gut" (0,9 beziehungsweise 1,0).  

"Finanztest" prüfte nach eigenen Angaben auch detailliert, wie flexibel und verbraucherfreundlich ein Vertrag auf sich verändernde Lebensumstände geändert werden kann - etwa, ob Beitragszahlungen gestundet werden können und wie lange.

Quelle: ntv.de, awi/AFP