Ratgeber
Ein gutes Katzenfutter braucht genug Eiweiß, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe.
Ein gutes Katzenfutter braucht genug Eiweiß, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe.(Foto: imago/blickwinkel)
Mittwoch, 25. April 2018

Trockennahrung im Test : Bestes Katzenfutter gibt's beim Discounter

Über zehn Millionen Katzen erfreuen ihre Besitzer in Deutschland. Die meisten Tiere müssen allerdings ein Dasein in Einzelhaft fristen. Schön, wenn solchen Stubentigern dann wenigstens das Fressen schmeckt. Warentest weiß, welches Trockenfutter gut ist.

Katzen sind als Lebensgefährten hierzulande besonders gefragt. Eleganz, Individualismus und wahlweise Verschmustheit oder Kratzbürstigkeit üben auf die Besitzer der Tiere ihre ganz eigene, haarige Faszination aus. Nur verständlich, dass es deshalb den Tieren an nichts fehlen soll. Zumal die meisten der rund zehn Millionen Katzen in Deutschland wenig artgerecht ihr Dasein in Wohnungen fristen müssen. Die Durchschnittskatze in Deutschland wiegt denn auch vier Kilogramm und ist leicht übergewichtig. Damit die Tiere dennoch bei guter Gesundheit bleiben, ist neben menschlicher Aufmerksamkeit auch ein gutes Futter vonnöten.

Die Stiftung Warentest hat 25 häufig verkaufte Trockenfuttermischungen für Katzen untersucht. Die Alleinnahrung ist zu Preisen von 5 bis 49 Cent pro Portion zu haben. Erfreuliches Ergebnis: 20 der geprüften Produkte liefern alles was die Tiere brauchen. Nämlich einen Mix aus genügend Eiweiß, wichtigen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Insbesondere auf eine ausreichende Proteinzufuhr sind die Fleischfresser angewiesen. Die geprüften Futter liefern tierisches Eiweiß meist über Huhn, Ente oder Pute.

Insgesamt schnitten vier Produkte mit "sehr gut" ab. Zwei davon kommen vom Discounter und decken für nur 5 Cent am Tag den komplexen Nährstoffbedarf der Stubentiger ab ("Bianca Knuspermix" von Penny und "Coshida Knabberschmaus" von Lidl).

Zwei der getesteten Produkte schneiden hingegen nur mit "ausreichend" ab ("Sanabelle Adult + Geflügel" und "K-Classic von Kaufland"). Der Testverlierer ist ein Bio-Futter. In "Das Katzenfutter" von Defu fanden die Tester zu wenig Kalium und zu viel Phosphor. Diese Kombination kann den Nieren der Tiere schaden.

Doch abgesehen von der richtigen Nährstoffkombination bemängelt Warentest, dass viele Anbieter auf ihren Verpackungen zu hohe oder zu niedrige Futtermengen pro Tag empfehlen, was der Gesundheit der Katze langfristig schaden kann. Zu beachten in diesem Zusammenhang ist, dass Freigänger mehr Kalorien brauchen als Stubenhocker. Zudem sollten bei der Futtermenge auch das Gewicht und die Rasse der Tiere berücksichtigt werden. Und da das Trockenfutter nur einen 10-prozentigen Wasseranteil enthält, sollten Katzenhalter auch darauf achten, ihren Tieren ausreichend Flüssigkeit zukommen zu lassen.     

Bilderserie