Ratgeber

Durch Beton, Metall, dickes Holz Ein Top-Gerät gibt’s beim Discounter

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Ein guter Schlagbohrschrauber muss nicht teuer sein.

(Foto: imago images/Westend61)

Eine gute Bohrmaschine durchlöchert selbst Beton und hartes Gestein. Doch welche Modelle sind gut? Das hat Stiftung Warentest genauer untersucht. Das Ergebnis zeigt: Nicht immer sind große Marken ein Garant für ein leistungsfähiges Gerät.

Löcher bohren, Schrauben eindrehen: Mit der richtigen Bohrmaschine ist das ein Kinderspiel. Stiftung Warentest hat 20 Geräte, darunter 6 Schlagbohrmaschinen und 14 Akku-Schlagbohrschrauber einem ausführlichen Test unterzogen. Besonders viel Wert legten die Tester dabei auf Funktion, Handhabung und Haltbarkeit der Produkte. 11 Bohrmaschinen brachten eine gute Leistung, 2 versagten.

Lidl schlägt Bosch

Alle getesteten Schlagbohrschrauber mit Kabel und jeweils zwei Gängen können Löcher gut bohren und Schrauben fest eindrehen. Der Testsieger in dieser Kategorie ist das Modell GSB 24-2 von Bosch Professional für 186 Euro (Note 2,0). Hier lobten die Tester die Funktion und die einfache Handhabung besonders.

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Lidl Parkside PSBSA 20-Li B2
44,99 Euro
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Sehr durchwachsen fällt das Ergebnis bei den Akku-Schlagbohrschraubern aus. In der Kategorie Schlagbohren punkteten die Geräte von Hikoki für 520 Euro und Bosch Professional für 500 Euro besonders. Sie können zuverlässig dicke Löcher bohren und Schrauben gefühlvoll eindrehen. Der Preis-Leistungs-Sieger ist jedoch der Lidl Parkside PSBSA 20-Li B2 (Note 2,3), der aktuell für nur 44,99 Euro zu haben ist. Die Bestnote im Test erhielt allerdings der Dewalt DCD795D2 mit der Note 1,9. Der Akku-Schlagbohrschrauber kostet 172 Euro.

Eigentlich hätte das Bosch-Gerät das Zeug zum Testsieger gehabt, da die Tester von der Funktion und Handhabung sehr überzeugt waren. Jedoch machte der Akku bereits nach der Hälfte der 400 Lade- und Entladezyklen schlapp. Dasselbe passierte auch mit einem zweiten Akku. Deswegen erhielt der Marken-Schlagbohrschrauber letztendlich nur die Note "ausreichend" (4,0). Ebenso enttäuscht haben die Geräte von Hornbach und Black+Decker, bei denen die Motoren früh schlapp machten, als auch die Modelle von Metabo und Makita, die in der Dauerprüfung eine schwache Leistung erbracht haben.

Kabel- oder Akkugerät?

Bevor man sich für ein Gerät entscheidet, sollte man natürlich die Verwendungszwecke, sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile der Modelle mit und ohne Kabel kennen. Kabelgebundene Schlagbohrschrauber sind für Präzisionsarbeiten sehr gut geeignet und bohren zuverlässig Löcher in Wände, Holz oder Metall. Ein weiterer Pluspunkt für diese Modelle ist die gute Motorleistung: Während Akku-Schlagbohrschrauber auf nur 1400 bis 2100 Drehzahlen pro Minute kommen, schaffen die Kabel-Geräte 3000 Umdrehungen. Das erklärt die oft bessere Bohrleistung. Allerdings sind sie oft schwerer als die Akkumodelle. Ein Pluspunkt für die Akku-Schlagbohrschrauber ist, dass die Drehbewegung stoppt, wenn sich der Finger vom Gasgebe-Schalter löst. So wird eine bessere Eindrehung der Schrauben gewährleistet. Auch verhindert die Möglichkeit, das Drehmoment mithilfe eines Verstellrings an der Maschine zu begrenzen, dass Schrauben nicht zu tief in weiches Material gelangen.

Fazit: Gut geeignet sind Schlagbohrmaschinen für das Bohren in Metall und anderen harten Gegenständen, wohingegen Akku-Bohrschrauber eher für Zimmermannsarbeiten und im Trockenbau genutzt werden. Wer einfache Hausarbeiten erledigen möchte, wie das Montieren von Möbeln, ist mit einem Mini-Akku-Schrauber gut bedient.

Quelle: ntv.de, imi