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Rechte von Filmfans Darf man im Kino den Sitzplatz wechseln?

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Für eine bessere Sicht im Kino wird oft der Platz gewechselt. Doch ist das erlaubt?

(Foto: imago/Westend61)

Der Kinobesuch ist immer noch eines der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Damit dieser nicht zu einer bösen Überraschung wird, sollten Filmfans ihre Rechte und Pflichten im Kino kennen.

Heimliches Umsetzen, zu spät kommen, mitgebrachtes Essen - welche Verhaltensweisen sind im Kino erlaubt und welche tabu? Darüber herrscht bei Kinobesuchern oft Unklarheit. Wer sich jedoch nicht an bestimmte Regeln hält, droht vom Film ausgeschlossen zu werden.

Sitzplatz wechseln

Ein leerer Kinosaal verlockt zum Umsetzen auf einen "besseren" Platz. Viele Besucher bezahlen für einen Parkettplatz und sparen sich lieber das Geld für die teureren Logenplätze. Da diese eine bessere Sicht versprechen, setzen sich viele Besucher dahin um. Das ist jedoch nicht erlaubt. Auch wenn sich nicht in eine andere Preiskategorie umgesetzt wird, ist das nicht erlaubt. Schließlich hat man genau für diesen Platz, den man zugewiesen bekommen hat, bezahlt. Wenn der Kinosaal jedoch nicht ausverkauft ist, wird ein Sitzplatzwechsel von den Kinobetreibern oftmals toleriert.

Zu spät zum Film kommen

Fast jeder kennt das Problem: Eine lange Schlange vor dem Popcornstand, ein Stau oder eine Bahnverspätung können dazu führen, dass man zu spät zur Kinovorstellung kommt. Darf ein Mitarbeiter den verspäteten Besucher dann einfach vom Film ausschließen? Schließlich ist das Ticket schon bezahlt. Hierbei steht das Recht nicht auf der Seite der Kinobesucher. Das Personal darf den Einlass untersagen, wenn jemand zu spät zum Film erscheint. Die anderen Besucher sollen nämlich nicht gestört werden. In der Praxis wird der Einlass, vor allem in größeren Kinos, oft dennoch gewährt. Bei kleinen Kinos droht die Ablehnung. Deshalb sollte man zur Sicherheit immer pünktlich zum Filmstart erscheinen.

Sitznachbarn stoßen Popcorn und Co. um

Ein falscher Tritt im Dunkeln oder eine unachtsame Fußbewegung und schon ist es passiert: Die volle Popcorntüte wurde umgestoßen. Hat man in solchen Fällen einen kostenlos Anspruch auf Ersatz? Hier steht das Recht auf der Seite des Geschädigten, da dieser für die Lebensmittel bezahlt hat. Der andere Kinobesucher muss demzufolge Schadensersatz leisten, auch wenn er unabsichtlich das Popcorn umgetreten hat.

Essen mitbringen

Im Kino können für eine Tüte Popcorn und eine mittlere Cola schon einmal um die neun Euro fällig werden. Da bereits die Tickets nicht gerade günstig sind, kann ein Kinobesuch ganz schön ins Geld gehen. Um hier zu sparen, schmuggeln viele Menschen Getränke und Lebensmittel in den Kinosaal. Laut den meisten Hausordnungen ist das jedoch nicht erlaubt. Besteht ein Verdacht, kann das Personal sogar die Taschen kontrollieren und - bei erfolgreichem Fund - den Zutritt zur Vorführung verbieten.

Geld zurück bei schlechtem Film

Manchmal stellt sich der heiß erwartete Film als eine echte Nullnummer heraus. Müssen Besucher den Film enttäuscht über sich ergehen lassen oder können sie das bezahlte Geld zurückverlangen? Leider ist Ersteres der Fall. In einzelnen Kinos hat man aber die Chance, aus Kulanz einen Filmwechsel angeboten zu bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass der Kinosaal bereits nach zehn Minuten wieder verlassen wird. Einen Anspruch darauf oder auf Schadensersatz gibt es bei Nichtgefallen des ausgewählten Films jedoch nicht.

Quelle: n-tv.de, imi

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