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Schnelle Hilfe gefragt Den passenden Handwerker-Notdienst finden

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Wenn die Waschmaschine leckt, ist oft ein Notdienst gefragt.

Unglücke wie zum Beispiel defekte Wasserleitungen passieren oft am Abend oder am Wochenende. Gut, wenn man für solche Fälle die Telefonnummer eines seriösen Notdienstes parat hat. Wenn nicht, sollte man nicht unbedingt den erstbesten Handwerker rufen.

Ob Wasserrohrbruch, Heizungsausfall oder leckgeschlagene Waschmaschine - derartige häusliche Katastrophen halten sich nicht unbedingt an Arbeitszeiten. Dabei ist in solchen Fällen schnelle Hilfe gefragt. Wer aber in Notfällen hektisch nach Fachleuten sucht, sollte immer daran denken: Auf dem Markt tummeln sich auch unseriöse Anbieter.

Ein Notdienst, der am späten Abend oder am Wochenende anrückt und einen Schaden behebt, erhebt oft einen Aufschlag von 50 bis 100 Prozent. Dagegen ist juristisch auch nichts einzuwenden. Aber: "Der Zuschlag kann sich nur auf den Lohn und die lohnabhängigen Kosten beziehen, die im Stundenverrechnungssatz und in den Wegekosten enthalten sind", sagt Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz.

Einsatzprotokoll muss unterschrieben werden

Unzulässig ist es, den Aufschlag einfach unter die Gesamtrechnung zu setzen, in der auch Kosten etwa für Spezialwerkzeuge oder Ersatzteile erhalten sind. Wer eine solche Rechnung erhält, sollte sie korrigieren. "Empfehlenswert ist, möglichst gleich bei der Kontaktaufnahme einen Preis für den Einsatz zu vereinbaren", erklärt Corinna Kodim vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Der Preis setzt sich zusammen etwa aus dem Stundenlohn, den Kosten für die Anfahrt, die Höhe des Zuschlags und eventuelle Ersatzteile. Summen, die am Telefon genannt werden, sind rechtlich bindend. Fällt später die Rechnung deutlich höher aus, kann sie angefochten werden. Manche Notdienste bestehen auf Kartenzahlung oder Geld in bar, wenn sie abends, nachts oder am Wochenende vorbeikommen. "Darauf müssen sich Kunden aber nicht einlassen", betont Kodim.

Wer einen Notdienst bestellt, muss ein Einsatzprotokoll unterschreiben. Eine Bargeldzahlung kommt allein aus steuerrechtlichen Gründen nicht infrage - der Kunde braucht, um Handwerkerleistungen steuerlich geltend zu machen, eine Rechnung, und die Zahlung muss auf das Konto des Handwerkbetriebs erfolgen. Wird der Kunde zur unverzüglichen Zahlung unter Druck gesetzt oder sogar bedroht, sollte die Polizei gerufen werden.

Lässt sich der Kunde auf eine Barzahlung ein, dann sollten neben der Rechnungssumme handschriftlich die Worte "unter Vorbehalt" vermerkt werden. Damit haben Kunden später bessere Karten, wenn sie gegen eine womöglich zu hohe Rechnung rechtlich vorgehen wollen. "Generell empfehlenswert ist es, schon bei der Kontaktaufnahme eine Überweisung als Zahlungsmöglichkeit zu vereinbaren", sagt Gollner.

Vermieter in der Pflicht?

Aber wie können sich Verbraucher wappnen, damit sie erst gar nicht in die Falle eines unseriösen Notdienstes tappen? Ideal ist es, bereits im Vorfeld den Handwerker seines Vertrauens anzusprechen. Bietet er keinen Notdienst an, wird man unter der Handwerkersuche auf der Webseite des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) fündig.

"Hilfreich ist es natürlich, wenn man bereits die Installation und Wartung von einem Handwerker ausführen lässt, der selbst einen Notdienst anbietet", betont Henning Gandesbergen vom ZVSHK. Der Kunde kennt dann den Handwerker, und der Handwerker kennt das Objekt.

Kommt es zu einem Wasserrohrbruch oder einem Heizungsausfall in einer Mietwohnung, dann müssen Mieter als Erstes ihren Vermieter verständigen, erklärt Rolf Janßen vom DMB Mieterschutzverein Frankfurt am Main. Ist der Vermieter nicht zu erreichen, sollte sich der Mieter vergewissern, ob für solche Notfälle etwa im Treppenhaus Notdiensttelefonnummern ausgehängt oder auf sonstige Weise - etwa Infoschreiben an die Mieter - hierauf hingewiesen wurde.

Sind dem Mieter keine Notdiensttelefonnummern bekannt und ist der Vermieter nicht zu erreichen, dann darf unter bestimmten Umständen der Mieter auch selbst einen Notdienst mit der Schadensbehebung beauftragen - auf Kosten des Vermieters. "Bei Heizungsausfällen ist jedoch zu beachten, dass von einem tatsächlichen Notfall nur dann ausgegangen werden kann, wenn die Temperaturen in der Wohnung durch den Ausfall unter 18 Grad Celsius sinken", so Janßen.

Um im Nachhinein Streit um die Kosten zu vermeiden, sollte mit dem Vermieter im Vorfeld eine Regelung getroffen werden. In jedem Fall ist es ratsam, dass in einem Mehrfamilienhaus Kontaktdaten eines Notdienstes aushängen. "So kann man sich rechtzeitig einen seriösen Notdienst suchen", so Gandesbergen. Wichtig ist aus seiner Sicht eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage und der Sanitärinstallationen, damit Störungen möglichst erst gar nicht auftreten.

Ein Tipp für Hauseigentümer: "Wasserschäden können über eine Hausratversicherung versichert werden", sagt Kodim. Wenn Wasser infolge eines Rohrbruchs oder einer Leckstelle austritt, werden von dem Versicherer die Kosten für Trocknung und Beseitigung der Schäden übernommen. "In dem Fall muss der Schaden unverzüglich der Versicherung gemeldet und alles versucht werden, den Schaden so gering wie möglich zu halten", so Kodim.

Quelle: n-tv.de, Sabine Meuter, dpa

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