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Streugut im Öko-Test Fünf Meer- und Steinsalze sind "sehr gut"

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Für den Menschen ist Salz überlebenswichtig zur Steuerung des Wasserhaushalts, er benötigt etwa 3 bis 6 Gramm pro Tag.

(Foto: imago/Panthermedia)

Ohne Salz schmeckt alles fad. Aber es muss nicht zum überteuerten Edelsalz gegriffen werden, um Geschmack ins Essen zu bringen. Schließlich ist das, was da salzt, nur schnödes Natriumchlorid. Und das gibt es auch für wenig Geld in guter Qualität, wie Öko-Test weiß.

Wie so vieles heutzutage, war vor gar nicht so langer Zeit Salz alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Im Mittelalter mit Gold aufgewogen, ist das Mineral heute sehr preiswert zu haben und in jedem Haushalt vertreten. Ansonsten schmeckt das Essen nicht. Doch "Salz schmeckt - salzig. Egal ob ein Pfund 20 Euro kostet oder 20 Cent. Im Internet angepriesenene Wunderwirkungen von Edelsalzen kann man getrost vergessen", stellt Kerstin Scheidecker, stellvertretende Chefredakteurin von Öko-Test fest.

Und die muss es wissen, denn das Magazin hat 21 Speisesalzmarken aus dem Supermarkt, Discounter oder Bio-Laden zwischen 19 Cent bis 2,49 Euro pro 500 Gramm getestet. Dabei wurden überwiegend Siedesalze geprüft, aber auch sieben Meeressalze und ein Steinsalz. Mit guten bis sehr guten Ergebnissen.

Fünf Salze bekamen von Öko-Test das Gesamturteil "sehr gut". Das "Alnatura Meersalz mit Jod", das "Byodo Premium Meersalz", das "Erntesegen Ur-Salz", das "Naturata Atlantik Meersalz" und das "Rapunzel Meersalz mit jodhaltigen Algen" sind die Testgewinner.

Abzüge wegen unguter Rieselhilfe

Das Rapunzel-Salz, das aus dem tunesischen Meer gewonnen wird und das Steinsalz von Erntesegen aus Deutschland sind dabei mit 2,49 Euro pro 500 Gramm die beiden teuersten geprüften Salzmarken. Das Alnatura Meersalz (Herkunft: Griechisches Mittelmeer) ist mit 0,95 Euro für 500 Gramm das preisgünstigste Salz unter den Testsiegern.

Alle weiteren 16 Salzmarken bekamen Abzüge in der Testnote, da dort die Rieselhilfe Natriumferrocyanid (E 535) verwendet wurde. Rieselhilfen sollen verhindern, dass das Salz verklumpt und im Salzstreuer hängen bleibt. Öko-Test macht zwar deutlich, dass Rieselhilfen wie Calciumcarbonat oder Magnesiumcarbonat zugelassen und völlig unumstritten sind. Doch Natriumferrocyanid, dass ausschließlich als Trennmittel in Salz verwendet wird, kann in größeren Mengen die Nieren schaden. Zwar die Europäische Behörde für Lebensmittel festgestellt, dass die vorhandenen Mengen im Salz keine Gefahr für die Gesundheit darstellen, Öko-Test kommt zu dem Schluss, dass man auf umstrittene Zusatzstoffe besser ganz verzichten sollte.

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Unter den "guten" Salzen finden sich die Discounter-Salze von Ja!, K-Classic, Penny, Netto und Gut und Günstig, die für 19 Cent pro 500 Gramm am wenigsten den Geldbeutel belasten. Diese Salzmarken sind alles Siedesalze aus Deutschland. Bei zwei Salzen wurden minimale, zu vernachlässigende Spuren von Arsen und Blei gefunden, die keinen Einfluss auf die Bewertung hatten, da sie vermutlich aus den Salzen zugesetzten Algen stammen.

Übrigens: Für den Menschen ist Salz überlebenswichtig zur Steuerung des Wasserhaushalts, er benötigt etwa drei bis sechs Gramm pro Tag. Zu viel Salz bei der Ernährung kann dem Körper jedoch Schaden zufügen.

Quelle: ntv.de, awi

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