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(Foto: imago/Ikon Images)
Freitag, 24. November 2017

Damen-Parfüms im Test: Hier duftet Frau "gut"

Jede Frau ist einzigartig. Auch beim Geruch. Oft soll dennoch ein Duft aus dem Flakon dabei helfen, die Attraktivität zu erhöhen. Was nicht immer gelingt. Wenn es ganz dumm läuft, enthält der vermeintliche Wohlgeruch auch noch Allergene, wie Öko-Test berichtet.

Jede Blume hat ihren Duft. Genau wie jede Frau. Viele möchten ihre Individualität dennoch durch das Auftragen eines Parfüms unterstreichen. Was nicht jedem gefällt und nicht jeder gelingt. Doch das ist ein anderes Thema.

Denn wirklich ungut wird es - egal, ob der passende Duft dezent dosiert oder aber der unpassende übertrieben verwendet wird - dass der Stoff keine Schäden oder Irritationen auf der Haut verursacht. Doch viele Parfüms stecken mitunter voller problematischer Duftstoffe, wie Öko-Test in einem Test mit 20 Produkten herausgefunden hat. Unter den Probanden befinden sich große Namen wie Dior, Boss, Prada, Chanel und Gaultier, aber auch Mode- und Kosmetikmarken wie Bruno Banani, Mexx, S´Oliver und Biotherm sowie Naturkosmetik.

Allergene Duftstoffe

Doch jedes zweite Duftwasser ist keine Freude für Allergiker. Denn in ihnen stecken allergene Duftstoffe wie Hydroxycitronellal oder Cinnamylalkohol. Die gute Nachricht ist, dass das Kontaktallergen Lyral nicht mehr enthalten ist. Seit August dieses Jahres ist dieser Stoff verboten. Obwohl Produkte mit Lyral noch bis 2021 verkauft werden dürfen, haben die Hersteller erfreulicherweise offenbar schon jetzt gehandelt. 

So hat auch der Klassiker Chanel No. 5 seine Rezeptur verbessert. Bislang schnitt der berühmteste Duft der Welt bei Öko-Test miserabel ab, unter anderem weil es gesundheitsschädliche Moschus-Duftstoffe enthielt. Der Duft beinhaltet zwar immer noch einen allergenen Stoff, aber immerhin reicht es im aktuellen Test schon für ein "befriedend".

UV-Filter

Davon abgesehen ist ein weiterer Kritikpunkt, dass in fast allen Parfüms UV-Filter stecken, welche dafür sorgen sollen, dass Farb- und Duftstoffe trotz Lichtkontakt stabil bleiben. Einige Verbindungen stehen jedoch in Verdacht, wie ein Hormon zu wirken, so der UV-Filter Ethylhexylmethoxycinnamat, der in dreizehn von 20 Parfüms eingesetzt wird.

Bei den meisten getesteten Naturkosmetikdüften kann Frau hingegen ohne Sorge drauflossprühen oder tröpfeln. Beim "Baldini By Taoasis Fleur de Mandarine" ist jedoch laut der Tester Zurückhaltung angebracht, denn das Produkt enthält den verbotenen Weichmacher DEHP, welcher als hormonell wirksam gilt. "Sehr gut" wurden hingegen "Benecos Organic Fragrance Heaven Can Wait" und "Farfalla Terres d‘Aventure" und "Weleda Jardin de Vie Onagre" bewertet. 

Bei den konventionellen Düften haben sich "Florascent Eco Parfums Ki" und "L‘Occitane Verveine" die Bestnote verdient. Die Liste der für "ungenügend" befundenen Parfüms ist jedoch ungleich länger. Hier ist sie: "Aura Mugler", "Biotherm Eau Pure", "Boss The Scent For Her", "Bruno Banani Woman‘s Best",  "La Femme Prada Intense", "Mexx City Breeze For Her", "Paco Rabanne Olympéa", "Roger & Gallet Gingembre Rouge" und "S‘Oliver So Pure Women". 

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Quelle: n-tv.de

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