Ratgeber

Warentest checkt Autan & Co. Hier vergeht Mücken und Zecken der Appetit

In Brasilien breitet sich das Dengue-Fieber rasant aus - Reisende sollten sich daher besonders gut gegen Mückenstiche schützen.jpg

Zu spät ....

Der Sommer kommt so langsam in Schwung - als Begleiterscheinung sind nun aber auch leider wieder verstärkt Mücken und Zecken am Start. Und die nerven nicht nur, sondern übertragen unter Umständen auch Krankheiten. Mittel gegen die Plage­geister sollen für mehrere Stunden Stiche verhindern. Warentest verrät, ob das hinhaut.

Während Grillengezirp jede laue Sommernacht noch einmal schöner macht, kann wohl jeder auf das lästige Mückensirren verzichten. Oberstes Gebot, wenn die Blutsauger dann auch noch zugelangt haben ist es, nicht zu kratzen. Denn je mehr am Stich herummanipuliert wird, desto stärker wird die Reaktion. Mitunter entzündet sich die Stelle auch.

Nun gibt es einige Möglichkeiten, den Biestern zu entgehen. Zum Beispiel unterm Moskitonetz zu nächtigen, sich nicht im Freien aufhalten, beim ersten "Fliegeralarm" die Flucht ergreifen oder aber sich mit entsprechenden Mückenschutzmitteln vor Stichen zu schützen.

Die Stiftung Warentest hat letzte Möglichkeit bereits in der Vergangenheit (Ausgabe 5/2017) zum Anlass genommen und zehn Kombi-Mittel zum Auftragen gegen Mücken und die mitunter noch gefährlicheren Zecken getestet. Ergebnis? Siebenmal wurde das Urteil "gut" abgegeben, einmal "befriedigend", einmal "ausreichend"und einmal "mangelhaft". Sechs Mückenarmbänder, die ebenfalls getestet wurden, sind durchgefallen.

Schutz bis zu acht Stunden

Die gute Nachricht: Die besten Mittel wehrten die Blutsauger im Idealfall acht Stunden lang ab. Die schlechte: Die meisten Produkte reizten Augen und Schleimhäute. Die wenigsten Reizungen hatten die Testpersonen beim "Autan Mückenschutz Junior Gel" mit dem Wirkstoff Icaridin. Allerdings schützt das Produkt auch nur ausreichend gegen Stiche.

Wie gut oder wie schlecht ein Mittel schützt, wurde anhand der Zeit getestet. Gemessen wurde die Zeit nach dem Auftragen jeweils bis zum ersten, zweiten oder dritten Stich. Drei Mückenarten standen dabei im Visier der Tester: die tagaktive Gelbfiebermücke, die südliche Hausmücke und die Malariamücke Anopheles gambiae.

Die mutigen Testpersonen befanden sich in einem klimatisierten Raum und waren durch spezielle Schutzkleidung geschützt, nur ein Unterarm war unbedeckt. Der Stechschutz ging mit 50 Prozent in die Bewertung ein, 25 Prozent machte die gesundheitliche Bewertung (Reizung und Geruchsbelästigung) aus, zu jeweils zehn Prozent flossen die Handhabung und die Deklaration in die Bewertung ein und zu fünf Prozent spielte die Textilschonung eine Rolle.

Am meisten im Test konnten nachfolgende Mittel überzeugen: "Autan Insektenschutz Protection Plus" (0,40 Euro für 10 ml, "gut", 1,7). "Zecketo Classic Insektenschutz" von Rossmann (0,20 Euro für 10 ml, "gut", 1,8) und "Anti Brumm Forte" (0,70 Euro für 10 ml, "gut", 1,9).

Weniger erfolgreich bei der Abwehr von Mücken und Zecken waren laut Warentest nachfolgende Produkte: "Ream - Quartett Anti Mücke Hautspray ("befriedigend", 3,0), "Noshito" - Intensiv Schutz vor Zecken ("ausreichend", 3,6) und "Zedan - Natürlicher Insektenschutz ("mangelhaft", 5,0).

Quelle: ntv.de, awi