Ratgeber
In der Küche ist Hygiene besonders wichtig.
In der Küche ist Hygiene besonders wichtig.(Foto: dpa)
Montag, 10. September 2018

Von Putzlappen bis Essensresten: Hygiene-Tipps für eine saubere Küche

Damit sich in der Küche keine Keime bilden und vermehren, ist Hygiene sehr wichtig. Ein paar Tipps vom richtigen Einsatz von Putzlappen über die Arbeit mit einem Dunstabzug bis zum Umgang mit Essensresten und Schneidebrettern.

Hygiene ist von zentraler Bedeutung, um Infektionen zu vermeiden. Aber viele wissen gar nicht, wie man sich richtig verhält. Mit ein paar einfachen Tipps bleibt die Küche sauber. 

Separate Reinigungstücher für Geschirr und Arbeitsfläche verwenden

Aus Gründen der Hygiene ist Gründlichkeit beim Putzen in der Küche Pflicht. So lässt sich Keimen vorbeugen, die für Magen- oder Darmerkrankung verantwortlich sein können. Das Forum Waschen rät daher, für Arbeitsflächen und Geschirr separate Reinigungstücher zu verwenden. Die Flächen im Anschluss gut trocknen lassen, denn auf feuchten Oberflächen vermehren sich Bakterien schneller.

Kommen Oberflächen mit Lebensmitteln in Kontakt, sollten sie stets direkt abgewischt werden. Generell empfehlen die Reinigungsexperten, bereits beim Einrichten der Küche auf glatte, leicht zu reinigende Flächen zu achten. Und: Geschirr und Hände nicht mit demselben Tuch reinigen.

In Küchen mit Lüftungsanlage Dunstabzug mit Umluft nutzen

Gibt es in der Küche eine automatische Belüftungsanlage, sollte ein Dunstabzug mit Umluft gewählt werden. Dazu rät die Initiative Wärme+ in Berlin. Umluftfilter leiten die Dünste durch Metallfett- und Aktivkohlefilter und blasen die von Fetten befreite Luft direkt zurück in die Küche. Die Lüftungsanlage nimmt sich dann dem Rest an: Sie leitet die Luft mit Gerüchen und Feuchtigkeit nach draußen und holt frische herein.

Dunstabzugshauben und Lüftungsanlagen sorgen dafür, dass stickige Luft in den Wohnräumen ausgetauscht wird. Die Idee, beides zu kombinieren, liegt nahe. Das sei aber problematisch, erklären die Experten weiter. Die Kochfette könnten sich in den Luftkanälen absetzen und die Funktion der Anlage beeinträchtigen.

Essensreste nicht über Toilette entsorgen

Essensreste gehören in den Restmüll. Spült man sie durch die Toilette, drohen grobe Abfälle die Abwasserrohre zu verstopfen und locken Ratten an. Darauf weist das Umweltbundesamt hin. Außerdem erhöhen Essensreste die Kosten für die Reinigung des Abwassers, was letztlich als Kosten auf die Verbraucher umgelegt wird.

Wasser und Seife

Man kann es nicht oft genug betonen - Handhygiene ist von zentraler Bedeutung. Das heißt: Vor der Zubereitung der Speisen die Hände waschen und zwischendurch nach dem Niesen, Naseputzen, nach dem Kontakt mit Haustieren oder wenn man Abfälle berührt hat.

Kreuzkontamination vermeiden

Damit Keime nicht von einem Lebensmittel auf andere gelangen, sollte unterschiedliche Schneidebretter verwendet werden. Denn schneidet jemand eine rohe Hühnerbrust auf einem Schneidebrett klein und nimmt dann dasselbe Brett und Messer, um den Salat zu schnippeln, ist das ungünstig. Zumindest sollten aber die die Bretter mit heißem Wasser und Spülmittel gesäubert werden. Wichtig ist, dass die Bretter glatte Oberflächen haben, damit man sie gut reinigen kann. Wenn sie schartig sind und Risse haben, bieten sie Keimen mehr Platz, sich auszubreiten.

Kühlschrank und Mülleimer regelmäßig säubern

Im und am Mülleimer tummeln sich Bakterien und Keime. Experten befürworten den Einsatz eines Treteimers. Dieser muss nicht mit der Hand geöffnet werden. So kommen wenigstens keine Keime an die Hände.

Kühlkette nicht unterbrechen

Um zu vermeiden, dass sich Keime in Lebensmitteln vermehren, sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Kühlpflichtige und gefrorene Lebensmittel müssen nach dem Einkauf so schnell wie möglich in den Kühlschrank. Im Sommer und bei längeren Transportwegen haben sich spezielle Einkaufstaschen oder Kühlboxen bewährt.

Ordentlich durchgaren

Das gleichmäßige und vollständige Erhitzen von Speisen auf 70 bis 100 Grad tötet die meisten Krankheitserreger ab. Dabei darauf achten, dass das Fleisch auch im Inneren erhitzt wurde.

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Quelle: n-tv.de