Ratgeber

Gleiche Note für alle Keine Matratze ist besser als befriedigend

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Schaumstoffmatratzen sind besonders weich, leicht, belastbar und speichern Wärme gut - ideal für Frostbeulen.

(Foto: imago images/Panthermedia)

Eine gute Matratze schont den Rücken und sorgt durch hohen Komfort für einen besseren Schlaf. Stiftung Warentest hat 14 Schaummatratzen bekannter Marken auf Herz und Nieren geprüft. Einen echten Testsieger gab es allerdings nicht.

Das gibt es selten bei Warentest: Alle der 14 getesteten Matratzen der Größe 140 mal 200 Zentimeter erhielten die gleiche Note "befriedigend". Auch die schmaleren und breiteren Varianten schnitten ähnlich ab. Ob die leicht veränderten Prüfkriterien des Tests von Stiftung Warentest dafür verantwortlich sind, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Doch gibt es nun überhaupt Schaumstoffmatratzen, die wirklich empfehlenswert sind?

Ein mittelmäßiger Testsieger

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Auch wenn alle Matratzen nur die Note "befriedigend" erhalten haben, gibt es dennoch eine, die als Testsieger gekürt wurde und zwar das Modell von Traumnacht. Für die Größe 140 mal 200 Zentimeter gab es die Gesamtnote 2,6 und für die Größe 90 mal 200 Zentimeter die Note 3,0. Das Liegen auf der 140er Matratze beurteilten die Tester auf beiden Seiten gut. Dennoch ist sie mit circa 210 Euro um einiges teurer als die zweitbeste 140er-Matratze von Lidl (Gesamtnote 2,6 für die 140er Größe und die Note 3,1 für das 90er Modell). Der Haken: Die Lidl-Matratze Meradiso für 119 Euro ist zurzeit nicht lieferbar.

Obwohl die Bodyguard-Matratzen im Jahr 2018 noch sehr gut abgeschnitten hatten, sieht das 2021 schon anders aus. So gab es die Gesamtnote 2,7 für das 140er-Modell und Note 2,6 für die 90er-Variante. Jedoch sind die Matratzen deutlich teurer als die Modelle von Lidl und Traumnacht - für die 140er-Schaummatratze zahlen Kunden bei bett1.de 339 Euro. Hier konnte nur die feste Seite der 140er Variante wirklich überzeugen. Die 90er Matratze hingegen ist für schwere Menschen mit viel Gewicht an Bauch und Schultern eher ungünstig, da sie auf beiden Seiten ziemlich deutlich nachgibt.

Da alle Matratzen "befriedigend" abschnitten, gibt es natürlich auch kein wirkliches schwarzes Schaf im Test. Dennoch: Wer es nicht leiden kann, die Bewegungen beziehungsweise das Umdrehen des Partners auf der anderen Bettseite zu spüren, sollte lieber Abstand von der Matratze aus dem Dänischen Bettenlager halten. Hier ist das Umdrehen nämlich deutlich spürbar. Positiv: Bis auf die Lidl-Matratze lassen sich alle Bezüge der Schaumstoffmatratzen im Test waschen.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Das Probeliegen reicht leider oft nicht aus, um wirklich die richtige Entscheidung für eine Matratze zu treffen. Eine gute Hilfe ist daher auch, sich über die eigenen Vorlieben und Schlafgewohnheiten im Klaren zu sein. Zunächst ist es wichtig zu wissen, welche Schlafposition man für gewöhnlich bevorzugt - seitlich, auf dem Rücken oder doch lieber auf dem Bauch? Wer gern auf der rechten oder linken Seite schlummert, benötigt für gewöhnlich eine Matratze, die sehr flexibel und anpassungsfähig ist. Das ist wichtig, damit Schultern und Hüfte gut einsinken können. Bauch- und Rückenschläfer hingegen fahren mit einer festen Matratze gut, da diese stützt und das Durchhängen des mittleren Körperbereichs verhindert.

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Dann ist es auch entscheidend, den individuell als komfortabel empfundenen Härtegrad herauszufinden. Prinzipiell gilt: Je schwerer Menschen sind, desto besser eignet sich ein höherer Härtegrad. Doch auch wenn schlankere Menschen eine weiche Matratze in der Regel bevorzugen sollten, ist diese nicht immer das Richtige. Bei weichen Härtegraden kann es nämlich leichter zu Rückenschmerzen kommen. Auch spielen gesundheitliche Probleme wie ein vorangegangener Bandscheibenvorfall ebenso eine wichtige Rolle bei der Wahl der richtigen Matratze. Deshalb ist es in jedem Fall sinnvoll, sich hier noch einmal fachmännisch vor dem Kauf beraten zu lassen.

Da Menschen sehr individuelle Vorlieben haben und auch unterschiedlich schwer sind, empfehlen Experten Paaren, in der Regel bei Doppelbetten auf zwei Matratzen zurückzugreifen. Die Schlafunterlagen sollten nach acht bis zehn Jahren ausgetauscht werden, damit es nicht zu gesundheitlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen kommt.

Quelle: ntv.de, imi