Ratgeber

Geld meist wieder daLäuft fast wieder bei der Targobank

03.11.2016, 14:22 Uhr
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Rund 1,1 Millionen Kunden unterhalten bei der Targobank ein Girokonto. (Foto: imago stock&people)

Der Schreck war groß bei vielen Kunden der französischen Targobank, fehlten doch zum Teil erhebliche Beträge auf ihren Kontoauszügen. Nun, 24 Stunden später, sollen die Probleme beinahe behoben sein - oder doch nicht?

Ein Hackerangriff war wohl nicht der Grund, weshalb auf den Kontoausdrucken und beim Onlinebanking von Targobank-Kunden gestern vermehrt falsche Beträge bei den Girokonten ausgewiesen wurden - zu Ungunsten der Kontoinhaber.

Ein Targobank-Sprecher erklärte nun gegenüber der "Bild"-Zeitung, verantwortlich sei nur ein Anzeigefehler gewesen, das Geld war nur auf dem Kontostand verschwunden, nicht aber in der Datenbank. Alles beruhe demnach auf einen Datenübertragungsfehler. Jede Nacht gäbe es einen Datenabgleich zwischen zwei internen Systemen der Bank – dabei sei es in der Nacht vom 1. auf den 2. November zum Fehler gekommen. Ein krimineller Hintergrund liege nicht vor: "Unsere Techniker schließen einen Hacker-Angriff aus", sagte der Sprecher.

Zudem betonte er, dass Betroffene nicht selbst aktiv werden müssen, sondern lediglich ein wenig Geduld haben müssten. Und auch für eine mögliche Belastung, die dadurch entstanden sein könnte, dass Kunden durch den Fehler in den Dispo-Kredit gerutscht sein, wird die Targobank aufkommen.

Zu Beginn der Panne konnte die Kundenhotline besorgte Bankkunden noch beruhigen, diese war aber später wegen Überlastung nicht mehr zu erreichen. Die Bank beschränkte sich dann darauf, mit ihrer Kundschaft über die sozialen Netzwerke zu kommunizieren, was nicht wenige Betroffene ärgerte, da sie über keine Anbindung zu diesen verfügen. Andere internetaffinere Kunden machten ihre Sorge und den Verdruss insbesondere bei Twitter und Facebook Luft. Auf der offiziellen Webseite des Geldinstituts war wohl auch in dem Bemühen, allzu große Aufmerksamkeit zu vermeiden, kein Hinweis zu finden.

Mittlerweile meldet die Targobank auf Facebook: "Aktualisierung: Ein großer Teil der Korrekturen ist erfolgt. In weiteren Buchungsläufen werden wir noch bestehende Differenzen korrigieren. Unsere Kunden müssen weiterhin nicht aktiv werden. Wir entschuldigen uns nochmals ausdrücklich für die entstandenen Unannehmlichkeiten."

Wie viele Girokonten von der Panne tatsächlich betroffen waren und weiter sind, ist hingegen nach wie vor unklar.

Die Targobank gehört zu der französischen Bankengruppe Crédit Mutuel und hat rund vier Millionen Kunden - circa 1,1 Millionen unterhalten dort auch ein Girokonto.

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Quelle: ntv.de, awi

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