Ratgeber

Rauchmelder im Test Lebensretter für zwei Euro im Jahr

Er fristet ein unauffälliges Dasein. Und ist Pflicht in vielen Bundesländern. Doch wenn es brennt, muss er zeigen, was er draufhat, und seine Aufgabe erfüllen: Leben retten. Die Stiftung Warentest hat 14 Rauchmelder auf ihre Tauglichkeit getestet.

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Durch die Installation eines Rauchmelders ist oft Schlimmeres zu verhindern.

Wenn die Wohnung brennt, sterben die Bewohner zumeist nicht an den Flammen, sondern an einer Rauchgasvergiftung. Vor allem, wenn sich der Brand nachts entwickelt, bleibt er zunächst oft unbemerkt. Dann blockiert das giftige Kohlenmonoxid den Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen der Schlafenden – mit unmittelbar tödlichen Folgen. Doch dieser Albtraum ist zu verhindern: durch die Installation von Rauchmeldern. Die Stiftung Warentest hat sich 18 (davon 4 baugleiche) Geräte angeschaut, darunter 4 funkvernetzte Melder, die sich vor allem für größere Häuser anbieten. Schlägt einer Alarm, stimmen die anderen Geräte im Idealfall mit ein.

Überprüft wurden diese auf Rauchsensibilität, Bedienungsfreundlichkeit, Lautstärke des Alarms und die Robustheit. Zuverlässige und gute Lebensretter gibt es schon für 20 Euro. 7 der 14 Geräte sind "gut". Alle getesteten Geräte arbeiten mit Lithium-Langzeitbatterien und sind so laut Hersteller mindestens 10 Jahre lang einsatzbereit. Laut Norm muss der Alarmton mindestens 4 Minuten lang und 82 Dezibel laut sein.

Zugreifen sollten Sie besser bei den für "gut" getesteten Rauchmeldern. Als da wären: "Ei Electronics Ei650" (26,50 Euro), "Detectomat HDV Sensys" (20 Euro), "Hager Standard Rauchwarnmelder Q TG600AL" (39,50 Euro), "Indexa RA280Q" (22,90 Euro) oder "Kidde Q2 Modell 10Y29" (26,90 Euro). Bei den funkvernetzten Rauchmeldern wurden der "Ei Electronics Ei650W mit Funkmodul Ei650M" (94 Euro) und "Fireangel ST-630-DET" (65 Euro) für empfehlenswert befunden ("gut").

Ausgerechnet das teuerste Gerät im Test, der "Merten Argus MEG5480-1119", versagte bei der Zuverlässigkeit des Alarms und erhielt deshalb konsequenterweise die Note "mangelhaft".

Verzichten sollten Verbraucher auf Rauchmelder mit Batterien aus Alkalizellen – sie sind im Test nicht unter den Probanden. Denn ihre Lebensdauer ist deutlich kürzer und damit auch unzuverlässiger beziehungsweise durch häufige Batteriewechsel auch pflegeintensiver.

Grundsätzlich sollten Rauchmelder mindestens einmal pro Jahr auf ihre Tauglichkeit per Probealarm auf Knopfdruck überprüft werden. Installiert sollte jeweils ein Gerät in allen Räumen sein, in denen man schläft, sowie auf allen möglichen Fluchtwegen und im Wohnzimmer.

Quelle: n-tv.de, awi

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