Ratgeber

Zahnpasta im Test Mit ein paar Cent gegen Karies

Löblich: Jüngst wurde bekannt, dass die Deutschen sich vermehrt um ihre Mundgesundheit kümmern. Damit diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sind, braucht es eine gute Zahnpasta. Und die muss gar nicht teuer sein, wie die Stiftung Warentest herausfindet.

imago50095483h.jpg

Neben der richtigen Zahnpasta ist auch die richtige Technik beim Zähneputzen wichtig.

Bereits für 36 Cent pro 100 Milliliter ist eine sehr gute Zahnpasta zu haben, hat die Stiftung Warentest in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden. Damit sich trotz regelmäßigen Zähneputzens keine Löcher einfinden, sollten Verbraucher aber unbedingt darauf achten, dass sich in der Tube auch der Wirkstoff Fluorid befindet. Denn dieser stärkt den Zahnschmelz und beugt damit Karies vor. Etwa 95 Prozent der in Deutschland verkauften Zahncremes sind fluoridhaltig. Die Wirksamkeit ist belegt – Fluorid hilft, der Zahnoberfläche Mineralien zurückzugeben und sie so zu remineralisieren. Die Zähne werden so widerstandsfähiger gegen Säuren, was wiederum Karies verhindern kann.

Warentest hat 32 Universalzahnpasten hinsichtlich des Kariersschutzes untersucht, jene ohne Fluorid enthielten allesamt die Note "mangelhaft". Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Fluorid durchaus umstritten ist. Bei Kritikern, die sich vor allem in der ganzheitlichen Medizin finden, gilt es als giftig oder gar krebserregend. Doch Warentest gibt Entwarnung: In den üblichen aufgenommenen Mengen stellt Fluorid keine Gefahr dar. Und auch in Ländern mit fluoridiertem Trinkwasser konnte zumindest bisher kein Zusammenhang zwischen einem erhöhtem Krebsrisiko und der Aufnahme des Stoffes festgestellt werden.

Kritischer bewerten die Tester dagegen das Vorhandensein von Zink in Produkten für Kinder und Jugendliche - ohne entsprechende Deklaration. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat das Spurenelement hier nichts zu suchen. Entsprechende Pasten wurden von Warentest mit einem Punktabzug gestraft.

Ebenfalls in die Bewertung mit eingeflossen ist, wie zuverlässig die Zahnpasta etwa durch Zigaretten, Kaffee, Tee oder Rotwein verursachte Verfärbungen entfernt. Dies wird mithilfe von Putzkörper bewerkstelligt. Je nach Art reiben sie mehr oder weniger stark ab – sie schmirgeln die Zähne regelrecht sauber. Dieser sogenannte Abrieb ist abhängig von Art und Menge der enthaltenen Putzkörper. Wer freiliegende Zahnhälse hat, sollte eine Zahnpasta mit niedrigem Abrieb wählen. 

Unter anderem wurden zwei besonders preiswerte Zahnpasten mit "sehr gut" bewertet: "Dentalux Complex 3 Mint Fresh" von Lidl (1,5/0,45 Euro pro Tube) oder auch die "Perlodent med Kräuter" von Rossmann (1,5/0,45 Euro pro Tube) - beide haben einen mittleren Abrieb. Wer etwas weniger "schleifen" möchte, wird bei Aldi Nord fündig. Hier gibt es die für "gut" befundene "Eurodent Aktiv Fresh" mit niedrigem Abrieb  (1,7/0,45 Euro pro Tube).

Quelle: n-tv.de, awi

Mehr zum Thema