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Und Tschüss Muss ich meine Kündigung begründen?

Mieter können eine Wohnungskündigung nicht zurücknehmen. Nur wenn der Vermieter die Rücknahme akzeptiert, können sie in der Wohnung bleiben. Foto: Patrick Pleul

Eine normale Kündigung muss der Arbeitnehmer nicht begründen.

(Foto: dpa)

Keine Lust mehr auf die Arbeit, Ärger mit den Kollegen oder eine schlechte Bezahlung - für eine Kündigung kann es viele Gründe geben. Muss ein Arbeitnehmer darüber Auskunft geben?

Wenn Beschäftigte ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass sie nicht länger für ihn arbeiten wollen, müssen sie ihrem Chef ein Kündigungsschreiben überreichen. Muss darin ein Grund für die Kündigung stehen? Wie sind die Regeln?

"Eine normale Kündigung muss der Arbeitnehmer nicht begründen", stellt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Gütersloh klar. Sofern jemand ordentlich und fristgerecht kündigt, reicht ein Kündigungsschreiben ohne weitere Erläuterungen.

Anders sieht es dagegen aus, wenn ein Arbeitnehmer aus einem wichtigen Grund kündigt. "Den Grund müssen Arbeitnehmer zwar nicht zwingend in ihrem Kündigungsschreiben ausführen", erklärt Schipp. Es könne sich aber lohnen. Ein Arbeitgeber kann nämlich im Zweifelsfall Schadenersatzansprüche erheben, wenn die Kündigung aus dessen Sicht nicht gerechtfertigt ist.

Arbeitnehmer sollten ihre Kündigung in einem solchem Fall mit einer guten Begründung verteidigen können, rät der Fachanwalt, der in der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins tätig ist.

Eine Kündigung aus einem wichtigen Grund kann zum Beispiel gerechtfertigt sein, wenn der Arbeitgeber den Lohn auch nach Abmahnung immer wieder zu spät zahlt. Andere Gründe sind etwa Diskriminierung oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

Übrigens: Der häufigste Grund für die Kündigung ist laut einer aktuellen Untersuchung eine zu geringe Wertschätzung durch ihre Vorgesetzten. Dies kann laut anderer Untersuchungen Stress und Gereiztheit zur Folge haben. Umgekehrt können sich lobende Worte oder Gesten vom Chef positiv auf Leistung, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie auf ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen auswirken. Rund 45 Prozent der Befragten gaben auch mangelnde Wertschätzung als Ursache für ihren Wechsel des Arbeitgebers an.

Weitere 40 Prozent kündigten aufgrund eines zu niedrigen Gehalts und 38 Prozent der Befragten erhielten ein besseres Angebot von einem anderen Unternehmen.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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