Ratgeber

Den Härtetest überstehen wenige Nicht viele E-Bikes sind wirklich gut

imago0095238755h.jpg

Auch bei Elektrofahrrädern sagt der Preis nicht unbedingt etwas über die Qualität.

(Foto: imago images/Westend61)

Pedelec fahren macht Spaß und ist weniger anstrengend als das Radeln auf einem herkömmlichen Fahrrad. Doch welche Modelle lohnen sich wirklich? Das hat Stiftung Warentest überprüft. Das Ergebnis ist eher wenig erfreulich: Nur vier E-Bikes sind uneingeschränkt empfehlenswert.

Dank E-Bikes ist das Fahrradfahren wesentlich entspannter und sogar für Sportmuffel ziemlich interessant: Der Elektromotor sorgt dafür, dass steile Anstiege oder heftiger Gegenwind kaum noch schweißtreibende Hürden sind, die es zu überwinden gilt. Genau deswegen sorgt das Radeln auf einem Elektrorad für noch mehr Spaß, wie eine Umfrage von Stiftung Warentest zeigt. 84 Prozent der Befragten gaben sogar an, seit der Nutzung eines Pedelecs noch mehr Rad zu fahren als vorher.

Leider sind nicht alle Modelle wirklich empfehlenswert - und das trotz der meist hohen Preise. Das zeigt der aktuelle Test. Die Probefahrer prüften insgesamt 12 E-Bikes in den Preisklassen zwischen 2150 und 3500 Euro auf deren Fahrtauglichkeit, Antrieb, Handhabung, Sicherheit und Haltbarkeit. Außerdem wurde geschaut, ob Schadstoffe in den Rädern vorhanden sind.

Vier Testsieger machen das Rennen

So richtig gut fanden die Tester bei der Testfahrt auf Mallorca lediglich vier E-Bikes. Besonders punkten konnte hier unter anderem das KTM Macina Tour 510 Elektrofahrrad für 2900 Euro mit der besten Gesamtnote von 1,7. Es fährt stabil mit und ohne Gepäck, hat einen lange haltenden Akku und überzeugt mit einem kraftvollen Bosch-Motor. Auch gut ist das E-Courier PT5 von Stevens für 3000 Euro, das sich wie alle Testsieger als sehr wendig, robust und fahrstabil erwiesen hat. Einzig bei der Bergauffahrt schwächelt das E-Bike etwas, sodass es die etwas schlechtere Note 2,3 erhielt.

In die Kategorie "befriedigend" fielen drei Modelle, darunter das günstigere Vitality Eco 7 von Kreidler. Der Sattel ist - wie bei zwei weiteren Rädern - mit dem Phthalat-Weichmacher DPHP belastet. Im Tierversuch erwies er sich als schädlich für Hirnanhangs- und Schilddrüse. Für diesen gibt es jedoch keinen Grenzwert, sodass das Elektrofahrrad insgesamt immer noch die Note 2,9 erhielt und die anderen belasteten Räder der Note "mangelhaft" noch ausweichen konnten. Das Modell von Kreidler zeigte sich im Praxistest sehr robust, mit einem leisen Motor und einem ausreichend lange haltenden Akku.

Teuer heißt nicht besser

Insgesamt fünf Räder erhielten die Noten "ausreichend" oder "mangelhaft" und konnten im Test somit nicht überzeugen. Besonders enttäuschend waren dabei die E-Bikes von Kalkhoff und Kettler, da beide nicht brandsicher sind.

Dass der Preis nicht immer etwas über die Qualität aussagt, zeigte auch das Ergebnis dieses Tests: Die jeweils günstigsten (Fischer) und teuersten (Flyer) Elektrofahrräder wiesen nach der Fahrt Risse im Rahmen auf. Mit Gepäck erwies sich das E-Fahrrad von Qwic außerdem als äußerst instabil, da es mit und ohne Gepäck beim Fahren stark hin und her schwankte.

Quelle: ntv.de, imi