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Rotkohl im Warentest Nur knapp die Hälfte ist "gut"

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Pestizid­rückstände, Nitrat oder Keime waren bei keinem Produkt ein Problem.

So langsam wird's ja schon wieder Weihnachten. Und auch wenn völlig unklar ist, wie dieses Jahr gefeiert werden darf, kommt mit Sicherheit rund ums Fest Rotkohl auf den Tisch. Damit es dann schmeckt, sollte aber nicht jedes Fertigprodukt auf den Teller.

Kaum wird's draußen kalt und duster, ist wieder Deftiges gefragt. Rotkohl zum Beispiel. Den gibt es als Fertigprodukt im Glas, aus dem Beutel oder als Tiefkühlkost. Was davon auf den Teller sollte, hat die Stiftung Warentest untersucht und 27 entsprechende Fertigprodukte aus Rotkohl und Apfelrotkohl für 8 bis 57 Cent pro 100 Gramm untersucht.

Ergebnis? Neun Apfelrotkohle und vier ohne Apfel erreichen die Gesamt­note "gut". Die besten der Fertig-Rotkohle schmecken aromatisch, ausgewogen und komplex würzig, etwa nach Nelke oder Zimt. Das Wintergemüse aus Glas oder Beutel kann seltener überzeugen. Jeder zweite Rotkohl schmeckte im Test dominant nach Essig. Am schlechtesten bewerteten die Tester den "Delikatess Apfelrotkohl" von Penny. Er war braunstichig, schmeckte erdig-dumpf, dominant nach Essig und leicht strohig. Konsequenz? Ein "ausreichend" (Note 4,0).

Dreimal "sehr gut" im Geschmack

An drei tiefgekühlte Apfelrotkohle vergaben die Tester dagegen Bestnoten im Geschmack. Als da wären: Iglo Apfelrotkohl (Note 1,7, 0,40 Euro je 100 Gramm), Edeka Apfelrotkohl (Note 1,9, 0,22 Euro) und Eismann Apfelrotkohl (Note 2,0 0,49 Euro) - alle drei erhielten die Gesamtnote "gut". Insgesamt erreichten 5 von 6 tiefgekühlten Apfelrotkohlen eine gute Note. Was auch daran liegt, dass Tiefkühlware schonend gekocht wird. Das sorgt für einen intensiven Geschmack und einen vergleichsweise hohen Vitamin C-Gehalt. Die Tester wiesen bis zu 22 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm nach. Bei Rotkohl aus Glas oder Beutel verzeichneten sie demnach weniger bis gar kein Vitamin C.

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Abgesehen davon erhielten unter anderem auch der HAK Rotkohl mit Apfelstückchen (Note 2,1, 0,21 Euro) und der Alnatura Bio Rotkohl (2,1, 0,19 Euro) - beide aus dem Glas - ein "gut". Genau wie der Rewe Bio Apfelrotkohl aus dem Beutel für 0,32 Euro pro 100 Gramm (2,3).

Ungeachtet dessen enthält das Wintergemüse Pflanzen­stoffe, allen voran Glucosinolate und Anthocyane. Ihnen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Und noch eine gute Nach­richt: ­Pestizidrückstände, Nitrat oder Keime waren bei keinem Produkt ein Problem. Dafür waren alle gesüßt, aber immerhin enthielt kein Produkt über­mäßig viel Zucker.

Quelle: ntv.de, awi