Ratgeber

EU verbannt Einweggeschirr Plastik-Alternativen für den Haushalt

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Einweg-Plastikwaren sollen zunehmend verboten werden - Zeit, sich nach Alternativen umzusehen.

(Foto: imago/Sven Simon)

Das EU-Verbot von Wegwerfartikeln aus Plastik ist ein Anfang. Die davon betroffenen Trinkhalme, Wattestäbchen und Plastikteller lassen sich bereits gut ersetzen. Aber auch für viele andere Kunststoffdinge im Haushalt gibt es schon Alternativen.

In unserem Alltag gibt es viele Wegwerfprodukte. Und viele davon sind aus Plastik - nicht nur jene, die die EU künftig verbieten will. Der Handel bietet längst Alternativen und vieles kann man selbst kreativ angehen.

Frischhaltefolie

Dauerhafte Alternativen bestehen aus Textilien, die mit Zusätzen wie Harz oder Bienenwachs behandelt wurden. So halten sie Lebensmittel einerseits frisch, sind aber andererseits über längere Zeit mit Wasser und etwas Seife abwaschbar. Und natürlich: Die beste Lösung ist das Verpacken in den guten alten Dosen. Auch leere Joghurtgläser mit Schraubverschluss halten zum Beispiel Wurst frisch. Sogar Backpapier enthält oft Plastik. Es lässt sich durch abwaschbare Dauerbackmatten ersetzen oder einfach durch Butter und Mehl, rät die Verbraucher Initiative.

Hand-Zahnbürsten

Umweltverträglichere Produkte haben Griffe aus Holz, die Borsten bestehen etwa aus Bambus-Kohle. Es gibt etwa in Unverpacktläden auch Zahnreinigungstabletten statt Zahnpasta.

Trinkhalme

Längst findet man im Handel Produkte aus Glas, Metall und Holz. Übrigens fast immer mit dabei: eine dünne lange Reinigungsbürste für die Innenseite. Die meisten Varianten dürfen außerdem in die Spülmaschine. Für den Einmalgebrauch kann auch zu Makkaroni gegriffen werden. Denn die Röhrennudel kann man nicht essen, sondern durch sie kann auch ein Getränk aufgesaugt werden. 

Luftballons

Zwar werden die Stäbe verboten, aber nicht die Ballons selbst. Umweltfreundlicher Ersatz dafür sind Papier-Pompons oder Girlanden.

Einweggeschirr

Die Alternative ist das Alltagsgeschirr, immer mehr Firmen erarbeiten auch kompostierbare Einweg-Alternativen. Oder wie wäre es mit Fingerfood? Apropos: Auf Plastikbesteck an vielen Imbissbuden und Eisdielen lässt sich auch einfach verzichten: Man wählt eine Eiswaffel statt dem Becher oder isst Pommes und Wurst mit der Hand. Auch Deckel für Becher braucht man nicht immer.

Klar ist aber auch: Ganz vermeiden lässt sich Plastik nicht, da viele Dosen innen mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen sind, um das Blech und die Lebensmittel zu schützen. Auch in den Deckeln von Flaschen und Gläsern findet man meist eine Dichtung aus Kunststoff. Die beste Lösung ist, möglichst viele frische, unverpackte Lebensmittel zu kaufen, wie die Verbraucherzentralen raten.  

Quelle: ntv.de, awi/dpa