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Spülmaschine, aber richtig So wird das Geschirr sauber

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Auch der Geschirrspüler selbst muss gereinigt werden

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Es gibt Themen, die gehen eigentlich jeden etwas an, aber sie sind nicht interessant genug fürs Gespräch mit Freunden. Wird das Geschirr in der Spülmaschine manchmal nicht sauber? Warum werden Gläser trüb? Experten antworten.

Zweifelsohne gehört die Spülmaschine zu unseren liebsten Haushaltshilfen, erleichtert sie das Abwaschen doch ungemein. Obwohl ihre Bedienung eigentlich kinderleicht ist, wird durchaus mal etwas nicht sauber. Wie kann das sein? Was machen wir falsch? Experten verraten ihre Tricks:

Wie räume ich eine Spülmaschine eigentlich richtig ein?

Die Grundlage zuerst: Bereits beim Einräumen lauern die ersten Fallstricke. "Die leichten Teile gehören in den oberen Korb, nicht nach unten", erklärt Rainer Stamminger, Professor für Haushalts- und Verfahrenstechnik an der Universität Bonn. Denn oben ist der Sprühdruck weniger stark, wodurch die Teile nicht so leicht umgeworfen werden können. Auch Plastikboxen wandern aus diesem Grund am besten nach oben. "Fallen sie um, füllen sie sich mit Wasser und bleiben dreckig." Stark Verschmutztes wird unten platziert, wo es durch den stärkeren Sprühstrahl besser gereinigt wird.

Und dann sollte man systematisch vorgehen: Teller etwa werden hintereinander platziert. Der Grund liegt nahe: "Mischen wir Töpfe, Teller und Schüsseln, passt weniger in die Maschine hinein", erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Zugleich sollte die Maschine nicht überladen werden. "Jedes Teil muss vom Sprühstrahl gut erreichbar sein, darf ein anderes Geschirrteil also höchstens ein kleines Stück überragen."

Wie herum das Besteck in den Korb gesteckt wird, ist übrigens egal. "Hersteller empfehlen, die Klingenspitze nach unten zu richten", sagt Prof. Stamminger. So sei die Gefahr geringer, sich zu verletzen, indem man versehentlich in die Klinge greift. "Außerdem ist es praktischer. Man greift das Besteck am sauberen Griff und lässt es einfach hineinfallen." Aufpassen sollte man jedoch, dass nichts nach unten herausragt. "Dort befindet sich der untere Sprüharm, der nicht blockiert werden darf."

Sollte ich Geschirr vorspülen?

"Das ist absolut überflüssig", findet Geräteexperte Prof. Stamminger. Und natürlich alles andere als gut für die Umwelt. Aber man sollte durchaus gröbere Essenreste vorher entfernen. Angebranntes in Töpfen und Pfannen wird am besten sogar eingeweicht. "Einzig Geschirr mit Essenresten, die einen starken Geruch entwickeln, sollte man per Hand waschen, sofern man nicht plant, die Spülmaschine zeitnah anzustellen", rät Stamminger. Und Cecilia Meusel, Redakteurin bei der Stiftung Warentest sagt: "Einmal im Monat sollte das Intensivprogramm angestellt werden." Das wäscht Ablagerungen in der Maschine weg.

Welches ist das richtige Programm?

"Ich empfehle immer das Eco-Programm, über das alle neuen Geräte verfügen", sagt Prof. Stamminger. Hier ist die Temperatur reduziert, was Energie spart – obwohl es mit drei bis vier Stunden Dauer länger braucht als andere Programme. Das aber trägt zum Reinigungsergebnis bei: "Die Reiniger benötigen Zeit, um ihre Wirkung richtig entfalten zu können. Bei Kurzprogrammen ist das nicht gegeben."

Die Gläser sind trüb – was habe ich falsch gemacht?

Das Eintrüben kann drei Gründe haben. Erstens: Der Behälter für das Regeneriersalz war nicht richtig verschlossen, erklärt Glassl. Dadurch entstehen Beläge, die sich leicht mit etwas Wasser abwaschen lassen. Zweitens: "Auf dem Geschirr ist eine dünne Kalkschicht, weil Regeneriersalz fehlt oder die Wasserenthärtung nicht richtig eingestellt ist", so Glassl. "Der Kalk lässt sich mit verdünnter Säure wieder entfernen."

Und drittens: "Das Glas korrodiert." Die in diesem Fall entstandene Trübung lässt sich leider nicht wieder entfernen. "Das Glas ist dauerhaft geschädigt." Das kann verschiedene Ursachen haben: "Es kann an der Art der Glasherstellung liegen, am Wasser oder am Reiniger", erklärt Stamminger. Um Letzterem vorzubeugen, sollte beim Kauf des Reinigers auf einen integrierten Glasschutz geachtet werden.

Tabs oder Pulver – was ist besser?

"Das lässt sich nicht sagen – keines von beiden ist schlechter", sagt Glassl. Wer sich für ein Pulver entscheidet, sollte darauf achten, dass es trocken gelagert ist, damit es nicht klumpt. "Multi-Tabs haben den großen Vorteil, dass sie sehr bequem zu handhaben sind und drei Aufgaben auf einmal erfüllen: reinigen, klarspülen und trocknen", erläutert Produktexpertin Meusel. Pulver hingegen ergänze die Spülmaschine optimal: "Richtig dosiert, setzt es nur so viel Chemie ein, wie notwendig ist."

Wer sich unsicher ist, wie viel Pulver die richtige Menge ist, sollte sich die Gebrauchsanweisung genau ansehen. Meusels Tipp: "Für Kurzprogramme und Frühstücksgeschirr die minimale Dosiermenge verwenden, für Angebranntes die volle Dosis. Meist reichen 20 Gramm."

Brauche ich Salz, wenn ich Multi-Tabs verwende?

Das hängt von der Wasserhärte ab. "Ab einer Gesamthärte von 21 Grad sollte man neben den Multi-Tabs auch Regeneriersalz verwenden", sagt Meusel. "Unter 21 Grad benötigt man kein Salz, weil die Multi-Tabs Enthärter und Klarspüler enthalten." Welche Härte das Leitungswasser hat, weiß der lokale Wasserversorger.

Wie vermeide ich Flugrost?

Flugrost entsteht, wenn irgendwo in der Maschine etwas rostet. "Das kann ein Spieß sein, der sich im Sieb verfangen hat", nennt Prof. Stamminger ein Beispiel. Nicht selten ist es der Korb, der zu rosten beginnt, weil die Ummantelung beschädigt ist. Dann sollte dieser ersetzt werden. Denn: "Lagert sich Flugrost beispielsweise auf dem Besteck ab, kann dieses ebenfalls zu rosten beginnen", so Glassl.

Muss ich meinen Geschirrspüler putzen?

Durchaus. "An der Gummidichtung und den Seitenteilen der Tür bilden sich gerne Ablagerungen, weil ein Spritzer Milch oder Soße beim Beladen dorthin gespritzt ist", erklärt Stamminger. Der Sprühstrahl erreicht diese Stellen nicht, sie müssen händisch gereinigt werden. "Außerdem sollten die Sprüharme sowie das Sieb regelmäßig auf Verstopfungen hin überprüft und gereinigt werden", ergänzt Meusel.

Quelle: n-tv.de, Jana Illhardt, dpa

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