Ratgeber

Warentest prüft Hundenahrung Trockenfutter meist gut, aber ...

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Hmmm?

(Foto: imago images/Cavan Images)

Dem Hund soll es gut gehen. Neben Zuwendung und Bewegung trägt auch die Ernährung zu einem gesunden Hundeleben bei. Warentest zeigt, wo der Nährstoffmix bei Trockenfutter stimmt und stellt fest, dass ältere Tiere hier oft zu kurz kommen.

So um die 11 Millionen Hunde leben derzeit in Deutsch­lands Haushalten. Knapp 6 Millionen von ihnen bekommen Trockenfutter in den Napf. Das ist meist deutlich preis­werter als Feuchtfutter in Dosen und Schalen und lässt sich in praktischen großen Beuteln kaufen. Die Stiftung Warentest hat Trockenfutter geprüft - etwa auf Schad­stoffe, Keime und minderwertige Zutaten.

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Von den 20 Produkten für ausgewachsene Hunde wurden zusätzlich noch 8 speziell für ältere Tiere geprüft. Ergebnis: Insgesamt 12 Trockenfutter schneiden "gut" ab, 5 sogar "sehr gut", unter ihnen preiswerte Handelsmarken von Kaufland ("K-Classic Kroketten mit Lamm & Reis"), Aldi Süd ("Romeo Premium Alleinfuttermittel Geflügel"), Penny ("Lucky Dog Vital-Nahrung mit frischem Geflügel") und Rewe ("Ja Kräftige Brocken mit 25% frischem Geflügel") für unter 20 Cent pro Tagesration. Mit 1,23 Euro ist das Real Nature Country Selection Futter von Fressnapf zwar deutlich teurer, geht aber ebenso mit einem "sehr gut" nachhause.

Doch viele der als Allein­futter vermarkteten Produkte für Hundesenioren, meist mit der Bezeichnung "Senior" ans Herrchen oder Frauchen gebracht, enttäuschen. Denn hier ist der Nährstoffbedarf für ältere Hunde nicht optimal gedeckt. Sie liefern nicht genug essenzielle Aminosäuren, also Eiweißbausteine, die der Hund für das Nerven- und Immun­system braucht und nicht selbst bilden kann. Auch Mineralstoffe kommen zu kurz. Während gesund­heits­bezogene Werbung auf Lebens­mitteln durch die Health-Claims der EU geregelt ist, fehlen für Hundefutter solche Vorgaben. Über­zogene Werbe­botschaften sind die Folge - vor allem auf den Verpackungen des Senioren­futters. Effekte von "Anti-Aging" durch ein bestimmtes Futter etwa sind wissenschaftlich nicht belegt.

Ein Futter ist "mangelhaft"

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Wann ein Hund ins Senioren­alter kommt, ist dabei ganz unterschiedlich. Generell setzen bei großen Rassen erste Zipperlein ab einem Alter von etwa sieben Jahren ein, bei kleinen Rassen oft ab zehn Jahren. Klar ist, dass betagte Hunde oft weniger Energie als jüngere benötigen. Warentest hat deshalb für die 8 Seniorenfutter im Test einen eigenen Maßstab auf wissenschaftlicher Basis entwickelt. Danach sollte eine Ration 20 Prozent weniger Kilokalorien haben als die frühere Nahrung, aber gleich­zeitig genauso viele Nähr­stoffe bieten. Das Eiweiß muss hoch­wertig sein, damit essenzielle Aminosäuren nicht zu kurz kommen.

Längst nicht jedes Senior-Hundefutter im Test erfüllt diese Erwartungen. Ein Futter ist sogar "mangelhaft", ("Wolfsblut Wild Duck Senior") weil es von mehreren Aminosäuren zu wenig enthält und empfohlene Futtermengen für ältere Tiere zu hoch sind. Nur ein Futter für ältere Tiere ist zu empfehlen: "Purina Beneful Glückliche Jahre 7+" für 21 Cent pro Tag ("gut", 2,5). Alle anderen 6 Produkte für Seniorenhunde erhielten nur ein "ausreichend".

Quelle: ntv.de, awi

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