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Fahrer in der Pflicht Unfall trotz Einparkhilfe: Wer ist schuld?

Nervenprobe: Wenn es beim rückwärts Einparken leicht bergab geht, kann sich eine elektronische Parkbremse plötzlich ungewollt festsaugen und das Rangieren erschweren. Foto: Jens Kalaene

Wer das Fahrzeug führt, muss beim Rückwärtsfahren eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausschließen.

(Foto: dpa-tmn)

Manchen fällt es auch Jahre nach der Fahrschule noch schwer, rückwärts einzuparken. Moderne Einparkhilfen sind dann ein Segen, doch eines muss man wissen.

Für viele Fahrschüler ist es der blanke Horror, doch auch Jahre nach der Prüfung fällt das Rückwärtsparken einigen Autofahrern immer wieder schwer. Praktisch, dass viele moderne Autos eine Einparkhilfe bieten. Gebe ich damit auch die Verantwortung ab?

Eindeutig nein, erklärt Unfallexperte Achmed Leser vom Tüv Thüringen. Denn ganz gleich, wie der Fahrer sich beim Rückwärtsfahren orientiere - ganz klassisch über Spiegel- und Schulterblick, neumodisch über Parksensoren und Kameras oder sogar mittels selbstlenkender Systeme: "Wer das Fahrzeug führt, muss beim Rückwärtsfahren eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausschließen. Sollte es erforderlich sein, muss er sich einweisen lassen. So gibt es die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor", erklärt Achmed Leser. "Generell sollten sich Autofahrer beim Rückwärtsfahren nur in Schrittgeschwindigkeit fortbewegen", rät Leser.

Wer zuerst kommt, parkt zuerst

Wer beim Parken einen Schaden verursache, könne sich nicht darauf berufen, dass die Einparkhilfe oder der Einweisende versagt hätten. "Die Verantwortung liegt hier einzig und allein beim Fahrer."

Auch für den täglichen Kampf um die Parklücke hat die Straßenverkehrsordnung eine klare Vorgabe: Den Vorrang hat derjenige, der sie zuerst unmittelbar erreicht. Dieser Vorrang bleibt auch dann erhalten, wenn der Berechtigte an der Parklücke vorbeifährt, um rückwärts einzuparken.

Die akute Parkplatznot ist aber natürlich kein Freibrief für falsches Parken. Wer das Glück hat, noch eine Parklücke zu finden, muss darauf achten, dass er dabei weder den fließenden Verkehr noch andere parkende Autos behindert. Wer in eine Parklücke einbiegen will, muss das rechtzeitig deutlich ankündigen und dafür blinken.

Einen festgeschriebenen Mindestabstand zu anderen Fahrzeuge gibt es zwar nicht, doch die Straßenverkehrsordnung gibt vor platzsparend zu parken. Zudem ist geregelt, dass jeder, der am Verkehr teilnimmt, sich so zu verhalten hat, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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