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Check-up fürs Haus Urlaub? Einfache Tipps gegen Einbrecher

Was wirklich gegen Einbrecher hilft? Ihnen mit allerlei Hilfsmitteln das Gefühl geben, dass man auf sie und ihren Angriff vorbereitet ist. Das schreckt ab. Foto: Bodo Marks

Auch das kann helfen: Einbrechern mit allerlei Hilfsmitteln das Gefühl geben, dass man auf sie und ihren Angriff vorbereitet ist.

(Foto: dpa-tmn)

Urlaubszeit ist Einbruchszeit. Denn für die Ganoven ist meist leicht zu erkennen, wann Wohnung oder Haus unbewohnt sind. Verreiste Bewohner können jedoch mit einfachen Maßnahmen ihre Anwesenheit vortäuschen. Hier sind sie.

Laut bundesweiter Kriminalstatistik ist die Zahl der Einbrüche im vergangenen Jahr um 16,3 Prozent auf unter 100.000 gefallen. Das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Gute Nachrichten also. Allerdings kein Grund, sich in sorgloser Sicherheit zu wiegen. Vielmehr tun Bewohner gut daran, besonders vor dem Urlaub ihr Zuhause auf eine längere Abwesenheit vorzubereiten. Insbesondere in Hinblick darauf, Einbrecher abzuschrecken.

Ungeachtet der Tatsache, dass sich viele Menschen in Deutschland vor Einbrechern fürchten, weisen die Sicherungsmaßnahmen gegen die ungebetenen Gäste oft eklatante Lücken auf. So erfolgen die meisten Einbrüche über leicht erreichbare Fenster sowie Wohnungs- und Fenstertüren. Nur etwas mehr über ein Drittel der Wohnungen oder Häuser sind mit abschließbaren Fenstergriffen, zusätzlichen Sicherungen an Balkon- oder Terrassentüren oder einem zweiten Türschloss ausgestattet. Tatsächlich scheitert aber jeder dritte Einbruchsversuch an einer entsprechenden Absicherung; diese ist zum Teil schon mit einfachen Maßnahmen möglich. Zudem werden Sicherungsmaßnahmen mitunter sogar staatlich bezuschusst.

Für die eine oder andere Baumaßnahme dürfte es so kurz vor dem Urlaub etwas zu spät sein. Dennoch kann man noch einige Dinge tun, um ungebetene Gäste von Haus oder Wohnung fernzuhalten.

Briefkasten nicht überquellen lassen

Ob eine Immobilie für einen Raubzug taugt, erkennen Einbrecher meist schon an der Eingangstür. Denn Kriminelle achten auf überquellende Briefkästen, die darauf hinweisen, dass Wohnungen vorübergehend unbewohnt sind. Nachbarn oder Bekannte sollten damit beauftragt werden, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Wer niemanden hat, kann auch bei Briefe und Postkarten einlagern lassen. Die Gebühren hierfür betragen je nach Dauer 9,90 Euro (1 Monat) bis 11,90 Euro (3 Monate). Die Deutsche Post rät, mindestens fünf Werktage vor dem Urlaub den Dienst zu beauftragen. Ausgenommen von diesem Service sind allerdings Pakete und Päckchen sowie Briefsendungen mit Nachnahme und manche Arten von Einschreiben.

Licht, Licht, Licht

Diebe operieren gerne in der Dunkelheit; diese verrät ihnen auch, dass die Bewohner nicht daheim sind. Ein gut ausgeleuchtetes Haus wird seltener von Kriminellen heimgesucht als ein dunkles. Hier können zum einen Bewegungsmelder helfen, die an Leuchten am Hauseingang, Gartenweg und Kellerabgang die Eindringlinge verraten.

Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich die Anwesenheit der Bewohner vortäuschen - indem zu einem bestimmten Zeitpunkt in verschiedenen Räumen das Licht ein- und später ausgeschaltet wird. Dabei wird das Gerät zwischen Steckdose und Lampe gesteckt und so programmiert, dass das Licht zu einem bestimmten Zeitpunkt angeht. Allerdings sollte der Zeitplan nicht jeden Tag nach demselben Muster ablaufen. Besser ist es, verschiedene Varianten einzustellen.

Für Geräusche sorgen 

Neben Licht schrecken auch Geräusche Einbrecher ab. Auch hier lässt sich via Zeitschaltuhr das Radio, die Stereoanlage oder der Fernseher zu bestimmten Zeiten an- und abschalten.  

Extra Tipps

Auch wenn der oder die Hausherren nicht anwesend sind, sollte jemand Wohnung oder Haus gelegentlich im Blick haben. Zum Beispiel die Nachbarn. Die gilt es über die Abwesenheit zu informieren und eben auch um Wachsamkeit zu bitten. Gleichzeitig sollte nicht vergessen werden, diese über die oben genannten Maßnahmen zu informieren, damit sich die hilfsbereiten Geister nicht zu Tode erschrecken und versehentlich wegen der vergetäuschten Aktivitäten in der Bude die Polizei alamieren. 

Abgesehen davon sollte auch unbedingt daran gedacht werden, beim Start in den Urlaub den oder die Mülleimer auszuleeren. Denn ansonsten erwarten Urlauber bei ihrer Rückkehr nicht nur unangenehmen Gerüche, sondern eventuell auch Eindringlinge der anderen Art - in Form von Maden.

Quelle: n-tv.de, awi

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