Ratgeber

Flüssige Zahnpflege Viele Mundspüllösungen können überzeugen

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Mundspülungen können zu einer besseren Zahngesundheit beitragen.

(Foto: imago/alimdi)

Mundspülungen können eine ganze Menge: Karies und Zahnfleischentzündungen entgegenwirken und auch schwer zugängliche Zahnzwischenräume reinigen. Gegen Mundgeruch taugen sie jedoch nicht. Aber auch ohne frischen Atem findet die Stiftung Warentest viele gute Produkte.

Eines vorneweg: Auch die Verwendung von Mundspüllösungen ersetzt nicht das Zähneputzen. Oder gar den Zahnarztbesuch. Aber für ein gutes Reinigungs­ergebnis können die Spülungen­ eine sinn­volle Ergän­zung bei der Zahn­pflege sein. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung von 20 Produkten. 12 davon erhielten das Testergebnis "gut", fünf von ihnen wurde hingegen ein "mangelhaft" attestiert.

Die Preise für die bunten Reinigungsmittel reichen dabei von 0,15 bis 1,60 Euro je 100 ml. Erhältlich sind sie sowohl als Discounterware als auch vergleichsweise teure Markenprodukte.  

Im Test nicht überzeugen konnten Mund­spüllösungen, die - anders als beworben - nicht ausreichend vor Zahnbelag und Zahn­fleisch­entzündung schützen. Oder beim Karies­schutz versagen, weil sie kein Fluorid enthalten. Dies ist zwar umstritten und gilt bei Kritikern, die vor allem in der ganzheitlichen Medizin zu finden sind, als giftig oder gar krebserregend. Doch die Stiftung Warentest gibt einmal mehr Entwarnung: In den üblichen aufgenommenen Mengen stellt Fluorid keine Gefahr dar. Denn auch in Ländern mit fluoridiertem Trinkwasser konnte kein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Krebsrisiko und der Aufnahme des Stoffes festgestellt werden. Vielmehr beugt ­Fluorid erwiesenermaßen Karies vor.

Preiswerte Produkte im Test vorn

Zwei der teuren Marken­produkte ("Karex" und "Biorepair") enthalten statt­dessen unter anderem Hydroxylapatit. Für den Stoff fehlen aber entsprechende Wirkungsbelege gegen Karies. Infolgedessen erhielten die Mundspüllösungen ein "mangelhaft". Genau wie die "Friscodent Mundspülung Collfresh" von Aldi Süd, die "Zendium Mundspülung complete Protection" und die "Dontodent Junior Mundspülung leckerer Beerengeschmack". Bei Letzteren haperte es vor allem am Schutz vor Zahnbelag und Zahn­fleisch­entzündung. Und auch an der Deklaration und den Werbeaussagen hatten die Tester einiges zu bemängeln.

Anders beim Testsieger. Dem konnte Warentest ein "sehr gut" (Note 1,4, 0,15 Euro pro 100 ml) bescheinigen. Verdient hat sich dieses Ergebnis die "Dontodent Antibakterielle Mundhygiene 6x Schutz mit Kräuter-Minz-Aroma. Aber auch die "Dentalux Mundspülung x-tra mint" von Lidl (mit Alkohol) kann empfohlen werden. Genau wie "Today Dent Mundspülung Mint-frisch" von Penny und Rewe (beide "gut", Note 1,6, 0,15 Euro pro 100 ml). Kinder sollten hingegen zur "Perlodent med Junior 6+ Mundspülung mit Fluorid Wildbeerengeschmack" greifen ("gut", Note 2,3, 0,19 Euro pro 100 ml).    

Fazit: Besonders jene, denen es schwerfällt, die engen Zahn­zwischenräume zu reinigen, sollten eine gute Mund­spüllösung in ihre tägliche Zahn­pflege einbauen. Ratsam ist das laut Zahnmedizinern etwa für Jugend­liche mit fester Zahn­spange oder ältere Menschen, die ihre Zähne manuell nicht mehr optimal reinigen können. Die Lösungen ­sollen dabei vor der Anwendung nicht verdünnt werden. Die Anbieter empfehlen meist, mit zehn bis 20 Milli­litern im Mund etwa 30 Sekunden lang gut die Zähne zu umspülen.

Kleiner Wermutstropfen: Auch wenn die Reinigungsmittel meist frisch schmecken, gegen Mundgeruch helfen sie nicht. Da ist dann der Zahnarzt gefragt.  

Quelle: n-tv.de, awi

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