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Langsam im Netz Viele treiben nur dahin, statt zu surfen

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Auch wenn die Verträge maximale Surfgeschwindigkeit im Netz versprechen, bleibt die von den Anbietern tatsächlich zur Verfügung gestellte Geschwindigkeit oft weit hinter den zugesicherten Werten zurück. Dies zeigt eine Messung der Bundesnetzagentur.

Manche ahnen es nur, für andere Verbraucher ist es ärgerliche Gewissheit: sie surfen deutlich langsamer im Internet, als ihnen dies in ihrem Vertrag zugesichert wird. Ein Umstand, den auch die Bundesnetzagentur in ihrem jährlichen Bericht zur Breitbandmessung bestätigt.

Demnach erreichen Kunden über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen in Aussicht gestellt wurde. Allerdings fallen die Ergebnisse bei einzelnen Bandbreiten und zwischen den Anbietern unterschiedlich aus, betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Je nach Bandbreiteklasse erreichten bei der Untersuchung 4 bis rund 25 Prozent der Festnetz-Endkunden 100 Prozent der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Der niedrigste Wert wurde in der überwiegend von ADSL-Anschlüssen geprägten Bandbreiteklasse von 8 bis <18 Mbit/s erzielt. Auch zwischen den Anbietern gab es mit Blick auf das Erreichen der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate Unterschiede.

Dennoch waren bei einer im Vorfeld der Messung vorgenommenen Befragung rund 65 Prozent der Kunden mit der Leistung ihres Anbieters zufrieden und bewerteten diese mit "sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend".

Bei mobilen Breitbandanschlüssen lag das Verhältnis zwischen tatsächlicher und vereinbarter maximaler Datenübertragungsrate unter dem von stationären Anschlüssen. Betrug der Anteil von Endkunden, der mindestens die Hälfte der maximalen Übertragungsrate erreichte, im Festnetz knapp über 70 Prozent, wurde dieser Wert bei den mobilen Anschlüssen lediglich von unter 30 Prozent der Nutzer erreicht.

Aber auch bei mobilen Breitbandanschlüssen bewerteten Endkunden die Anbieter weit überwiegend mit den Noten "sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend" (82,8 Prozent).

Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert ob der Ergebnisse einmal mehr, dass die Surfgeschwindigkeit den Vertragsangaben entsprechen und im Rahmen des Telekommunikationsänderungsgesetzes, welches derzeit im Bundestag beraten wird, auch für die Anbieter verbindlich geregelt werden muss.

Quelle: n-tv.de, awi

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