Ratgeber

Prävention gegen Hochwasser Was man gegen die Fluten tun kann

Immer wieder erwischen Überschwemmungen durch starke Regenfälle Hausbesitzer unvorbereitet. Dabei kann man einiges unternehmen und so das Schlimmste vermeiden. Das sollten gefährdete Haushalte tun:

Sandsäcke vor einer Haustür: Wer noch kann, sollte Möbel und Geräte wegschaffen oder in sichere Räume in höheren Stockwerken bringen. Foto: Jan Woitas

Kommt dennoch Wasser durch die Sandsäcke, kann ein Pumpensystem Hilfe leisten.

(Foto: dpa)

Um gegen drohende Wassermassen gewappnet zu sein, sollten sich Hausbesitzer rechtzeitig vergewissern, ob die Gebäudekonstruktion im Untergeschoss einem zusätzlichen Wasserdruck standhält, der bei einem Hochwasser zwangsläufig entsteht. Rückstauventile, die in die Hauptwasserleitung eingebaut werden, können einen hohen Wasserstand im Keller verhindern. Teilweise sind sie gesetzlich bereits vorgeschrieben.

Durch mobile Schutzsysteme lassen sich Fenster, Türen und Lichtschächte schnell verschließen. Zu den mobilen Sicherheitsvorkehrungen gehören beispielsweise bewegliche Wandteile, die – im Haus gelagert – bei „Gefahr in Verzug“ Lichtschächte oder Zugangsbereiche abdichten sollen. Wenn die Zeit drängt, eignen sich Sandsäcke und Folien als Notbehelfe. Ein ausreichender Vorrat davon ist sicher nützlich.

Pumpensystem leistet Hilfe

Um Wasserschäden und den damit verbundenen Folgekosten wirkungsvoll vorzubeugen, kann auch ein Pumpensystem Hilfe leisten, das sich bei einem bestimmten Pegelstand des Grundwassers selbst in Gang setzt. Voraussetzung ist allerdings, dass das gepumpte Wasser über Rohre in ein tiefer gelegenes Gebiet in unmittelbarer Umgebung des Hauses geleitet werden kann. Für das Abwasser gibt es spezielle Pumpsysteme, wenn das Kanalniveau höher liegt als der häusliche Ablauf.

Eine Taschenlampe und ein Vorrat an Kerzen sollten bereitliegen, wenn wegen des Hochwassers die Stromversorgung zusammenbricht oder abgeschaltet wird. Sinnvoll ist es darüber hinaus, aufmerksam die Wetterberichte zu verfolgen und auf Unwetterwarnungen zu achten.

In ausgesprochenen Hochwassergebieten wissen die Bewohner, dass sie an hochwertiger Einrichtung langfristig nur Freude haben, wenn diese sich in höher gelegenen Geschossen befindet. 

Um sich optimal für den Ernstfall vorzubereiten, raten Experten insbesondere in hochwassergefährdeten Regionen zu folgenden Maßnahmen:

  • Vor dem Grundstückskauf bei der Gemeinde, der Wasserbehörde oder einem Wohngebäudeversicherer nach Hochwassergefahren erkundigen und entsprechende Versicherungen abschließen
  • Eine Liste des Eigentums erstellen, um später die Schäden einfacher den Versicherungen melden zu können
  • Rechtzeitig bei Fachfirmen über vorbeugenden Überschwemmungsschutz informieren
  • Auf eine hochwertige Ausstattung in Wohnräumen im Untergeschoss verzichten
  • Elektrische Versorgungseinrichtungen und Heizanlagen in den oberen Geschossen installieren
  • Gefährdete Räume, also vornehmlich im Keller, ausräumen.
  • Heizöltanks gegen Auftrieb sichern. Er muss notfalls an der Wand verankert oder mit Ballast beschwert werden
  • Funktionsfähigkeit der Rückstauklappe vorab überprüfen. Diese verschließt von unten die Rohre. Denn zu viel Regen kann die Straßenkanalisation nicht aufnehmen und das Wasser drückt ansonsten durch die Abflüsse ins Haus. 
  • Vorrat an Sandsäcken bereithalten
  • Wetterbericht verfolgen und Ernst nehmen
  • Die wichtigsten Dokumente wie Geburtsurkunde, Krankenversicherungskarte, Kaufverträge und Versicherungsunterlagen griffbereit an einem sicheren Ort platzieren

Quelle: ntv.de, awi

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