Ratgeber

Raritäten heiß begehrt Wie aus 2 Euro 2000 werden

Zugegeben, so schmuck wie die neue Fünf-Euro-Münze sieht er nicht aus, und dennoch: Was der Zwickel nicht an Schönheit zu bieten hat, kann er eventuell an Wert wettmachen. Da erblasst dann selbst der Blaue Planet.

Richtig ist, dass eine Zwei-Euro-Münze grundsätzlich immer zwei Euro wert ist. Es sei denn, jemand ist bereit, für das Geldstück mehr zu bezahlen. Sammler zum Beispiel. Was diese natürlich nur tun, wenn das begehrte Stück etwas Besonderes ist. Sei es durch eine begrenzte Stückzahl oder sonstige Eigenheiten.

66810192.jpg

Obwohl eine Rarität dabei ist?

(Foto: picture alliance / dpa)

Genauso verhält es sich bei der Zwei-Euro-Münze aus dem Kleinstaat Monaco. Zumindest wenn es sich um die Sonderprägung von 2007 handelt. Ziert doch das Konterfei von Gracia Patricia von Monaco das Geldstück. In einem früheren Leben war die verstorbene Fürstin auch als Hollywoodstar Grace Kelly bekannt. Mit gerade einmal 20.001 Stück handelt es sich bei dieser Münze um die kleinste Auflage unter den Zwei-Euro-Münzen.

Und wie immer, wenn die Anzahl derer größer ist, als die Menge dessen, was begehrt ist, steigt der Preis. Mitunter drastisch. Von anfangs 100 Euro berappen Sammler mittlerweile rund 2000 Euro. Damit wird die Fürstin zur Königin. Und dass, obwohl der Metallwert der Münze aus Messing und Kupfernickel weit unter dem Nennwert liegt.

Auch andere Zwickel haben ihren Wert

Zugegeben: Die Wahrscheinlichkeit die monegassische Rarität zufällig im eigenen Portemonnaie zu entdecken, ist bei einer Umlaufmenge von 5.203 Millionen Zwei-Euro-Münzen, eher unwahrscheinlich. Doch es gibt auch andere Zwickel, die über ihren Nennwert hinaus gekauft werden. Meist handelt es sich dabei um Fehlprägungen.

Wie bei der in Fachkreisen genannten "Alten Landkarte". Haben hier doch einige nationale Münzprägestätten die EU-Osterweiterung verschlafen und auch nach 2007 die Zwei-Euro-Münzen mit nunmehr zu kleinen EU-Karte geprägt. So beispielsweise geschehen in Portugal im Jahr 2008. Im selben Jahr wurde auch in Deutschland die 20-Cent-Münzen mit der falschen Landkarte herausgegeben.

Dennoch sind Fehlprägungen hierzulande in den fünf Münzprägestätten in Berlin, Hamburg, München, Karlsruhe und Stuttgart eher selten. So sind beispielsweise gerade einmal rund 0,3 Prozent der im Bayerischen Hauptmünzamt jährlich produzierten eine Milliarde Münzen fehlerhaft. Und bei Sammlern eben sehr begehrt.

Wer also auf eine Münze mit mutmaßlich hohem Sammlerwert stößt, sollte, so er sich denn von dem Hartgeld trennen möchte, zunächst den Wert ermitteln, bevor die Münze zum erstbesten Preis verhökert wird. Das geht beim örtlichen Münzhändler, der idealerweise auch im entsprechenden Berufsverband ist. Im Zweifel sollte man sich den Wert von einem weiteren Händler bestätigen lassen. 

Quelle: n-tv.de, awi