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Warentest brüht auf Wie belastet ist schwarzer Tee?

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(Foto: imago/Westend61)

Schwarztee gilt als schonende Kaffee-Alternative. Dementsprechend beachtlich ist der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland. Umso wichtiger also, dass man sich mit dem Heißgetränk nicht schadet. Warentest macht bei 30 Produkten den Schadstoff-Check.

Auch wenn es dieser Tage dem einen oder anderen schwerfällt, etwas Positives über die Briten zu sagen, muss doch festgestellt werden, dass die Welt den eigensinnigen Inselbewohnern so einiges zu verdanken hat. Zauberhafte Popmusik zum Beispiel. Oder auch schwarzen Tee. Die dazugehörige Pflanze stammt zwar nicht aus dem Kerngebiet des ehemaligen Weltreiches, aber dank der British East India Company konnte der Tee aus den Überseegebieten in China, Indien, Sri Lanka und Afrika im großen Stil nach Europa importiert werden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts füllt er auch in Deutschland vermehrt die Tassen. Thank you dafür.

Mittlerweile schlürft jeder Deutsche rund 28 Liter des Heißgetränks, wobei schwarzer Tee beim Konsum etwas mehr als 70 Prozent ausmacht. Der Rest ist Grüntee. Ersterer ist im Gegensatz zu Letzterem fermentiert. In Ostasien wird er im Übrigen als roter Tee bezeichnet.

Erfreuliche Testergebnisse

Bei solchen Mengen sollte dann aber auch unbedingt die Qualität stimmen. Grund genug also für die Stiftung Warentest, bei 30 Schwarztee-Produkten im Schadstofftest etwas genauer hinzuschauen.

Ergebnis? Erfreulich. 28 Tees erhalten die Note "gut" bei Schadstoffen. Ein Schwarztee ist "befriedigend", einer "ausreichend". Untersucht wurden 14 Schwarzteemischungen, 4 Ostfriesische Mischungen und 12 Earl-Grey-Tees. Und zwar auf Schadstoffe wie Pflanzenschutzmittel, Nikotin, Mineralölbestandteile, PAK und PA.

Gänzlich frei von Schad­stoffen war allerdings keiner der untersuchten Tees, denn mit jedem Produktionsschritt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese in den Tee gelangen. Sei es beim Anbauen, Ernten, Trocknen, Lagern,­ Transportieren oder Verpacken. Die meisten Tees wiesen aber die Schadstoffe nicht in relevanten Mengen auf.

Alle können bedenkenlos getrunken werden

Beim losen Earl Grey vom Handelskontor Bremen wurde aber das Pflanzen­schutz­mittel Hexa­conazol in bedenklichem Maße nachgewiesen. Mit "ausreichend" ist das Produkt denn auch der Testverlierer. Dennoch kann auch dieser Tee wie alle anderen bedenkenlos getrunken werden. 

Bei den Schwarzteemischungen lag der lose Biotee von Teekampagne für 3 Euro pro 100 Gramm vorn, dicht gefolgt vom deutlich günstigeren Produkt von Aldi Süd für 0,86 Euro. Beim Earl Grey konnten die Beutel von Bünting Tee besonders überzeugen. Genau wie Alnaturas Bio-Earl-Grey (beide 5,70 Euro pro 100 Gramm). Gleiches gilt für den Tee von Gepa (5,30 Euro pro 100 Gramm). Alle Produkte wurden für "gut" befunden.

Bei den Ostfriesischen Mischungen sind alle gleich "gut", am günstigsten ist die von Aldi Nord für 0,56 Euro pro 100 Gramm. 

Apropos:  Niemand auf der Welt trinkt mehr Tee als die Ostfriesen. Laut Deutschem Teeverband kommt jeder von ihnen auf durchschnittlich 300 Liter im Jahr. Da haben dann auch die Briten das Nachsehen. Sie bringen es nur auf vergleichsweise bescheidene 185 Liter.

Quelle: n-tv.de, awi

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