Ratgeber

Pachten statt kaufen Wie viel Pacht kostet die Laube?

Entspannt im eigenen Garten sitzen, das wollen viele. Doch man muss ein Wochenendgrundstück nicht gleich kaufen. Pachten ist oft günstiger. Foto: Patrick Pleul

Entspannt im eigenen Garten sitzen, das wollen viele. Doch man muss ein Wochenendgrundstück nicht gleich kaufen. Pachten ist oft günstiger.

(Foto: dpa-tmn)

Fünf Millionen Menschen pflanzen und ernten hierzulande im Schrebergarten, die Corona-Pandemie hat die Nachfrage stark steigen lassen. Abgesehen davon, was es für Alternativen gibt, stellt sich die Frage, was das kleine Stückchen Grün so kostet?

Die Pacht für einen Durchschnitts-Schrebergarten mit 370 Quadratmetern beträgt laut Stiftung Warentest zwischen 67 und 81 Euro im Jahr. Dazu kommen eine Vereinsgebühr sowie Nebenkosten für Abwasser oder Versicherung, wie die Zeitschrift "test" vorab aus ihrer neuen Ausgabe berichtet. Alles zusammen kann der Kleingarten im Schnitt rund 500 Euro pro Jahr kosten. Außerdem zahlt der neue Pächter einmalig eine angemessene Entschädigung an den früheren. Laut dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde liegt diese Ablöse durch­schnitt­lich bei 3500 Euro.

Schrebergartenpächter müssten sich im Gegenzug "an zahlreiche Regeln halten": Sie müssen Obst und Gemüse anbauen, dürfen nicht dauerhaft im Garten übernachten und die vorgeschriebene Größe ihrer Laube nicht überschreiten.

Fünf Millionen Menschen pflanzen und ernten hierzulande im Schrebergarten, die Corona-Pandemie hat die Nachfrage stark steigen lassen. Wer einen Garten sucht, sollte auf die Internetseite des zuständigen Landes- oder Bezirksverbandes schauen, empfehlen die Tester. Dort fänden sich Kolonien in der Nähe und die jeweiligen Ansprechpartner. Auf manchen Vereinsseiten stünden freie Gärten. Es gibt auch entsprechende Suchmaschinen.

Der Mietgarten kann Alternative sein

Interessierte könnten sich auch Menschen anschließen, die sich einen Kleingarten teilen möchten. Eine Alternative zum Kleingarten kann laut "test" auch ein Mietgarten sein, bei dem Interessenten ein Stück Land auf einem Feld mieten und dieses bewirtschaften.

Vertraglich geklärt werden sollte dann aber auch die Nutzung des Grundstücks. "Darf es bebaut werden? Darf ein bestehendes Gebäude verändert werden? Ist der Pächter womöglich zur Instandhaltung eines bestehenden Gebäudes verpflichtet?

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Natürlich sollte auch die Bezahlung geregelt sein. Dazu gehören die Höhe des Pachtzinses, die Regelung, wann das Geld zu bezahlen ist - etwa quartalsweise oder jährlich - und ob es direkt an den Eigentümer oder an einen im Vertrag festgelegten Verwalter gezahlt werden soll.

Auch die Frage der Nebenkosten sollte möglichst detailliert geklärt sein: Gehören die Nebenkosten zur Pacht dazu und wenn, welche fallen an? Werden sie in einer Pauschale erhoben, oder berechnet sie der Verpächter anhand der Quadratmeterzahl des Grundstücks? Grundsteuer, Versicherungen, Abwasser, Strom, Heizung oder Warmwasser könnten auch bei einem Wochenendgrundstück anfallen.

Quelle: ntv.de, awi/AFP

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