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Gehalt von Berufseinsteigern Wo es mit Doktortitel mehr Geld gibt

21.09.2018, 07:37 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Den Master in der Tasche, die Examens-Noten am besten sehr gut. Und jetzt, gleich durchstarten oder doch noch mal vier bis fünf Jahre Zeit in eine Promotion investieren? Eine Untersuchung zeigt, wo sich die Mühe auszahlt.

Macht schon was her, so ein Doktortitel. Kostet aber nach dem Masterstudium noch mal viel Engagement und Zeit. Für das Erreichen der akademischen Auszeichnung sind unter anderem meist mehrere 100 Seiten für eine Doktor-Arbeit zu verfassen, die nach der Fertigstellung veröffentlicht wird. Durchschnittlich vier bis fünf Jahre dauert es im Schnitt denn auch, bis sich Akademiker mit ihrer Promotion schmücken dürfen.

Aber lohnt sich die Mühe überhaupt finanziell für Berufseinsteiger? Dieser Frage ist das Vergleichsportal "Gehalt.de" nachgegangen und hat dazu 5888 Gehaltsdaten von Berufseinsteigern mit Bachelor-, Master- sowie Doktortitel verglichen.

Eines vorneweg: "Für eine Karrierelaufbahn im Unternehmen kann der Doktortitel auch hinderlich sein. Arbeitgeber fürchten häufig, dass promovierte Arbeitnehmer dazu neigen, theoretisch anstatt praxisorientiert zu arbeiten - es kommt dabei stark auf die Forschungsarbeit und das Studienfach an“, wie Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de erläutert.

Aber abgesehen davon, am meisten zu holen ist mit dem Doktor als Pharmareferenten. Laut der Untersuchung verdienen sie mit einem Doktortitel bereits am Anfang ihrer Karriere rund 57.900 Euro jährlich und damit 12.000 Euro mehr als ihre Kollegen mit einem Master. Der Gehaltsanstieg beträgt 26 Prozent. Vor allem für Naturwissenschaftler ist die Pharmaindustrie eine lukrative Branche - insbesondere dann, wenn sie in der pharmazeutischen Wirkstoff- und Arzneimittelforschung promovieren.

Aber auch im Controlling sind positive Effekte feststellen: Hier erhalten promovierte Beschäftigte 23 Prozent mehr Einkommen als Masterabsolventen: Ihr Einstiegsgehalt steigt von 48.100 Euro auf 59.000 Euro im Jahr. Auch im Produktdesign und im IT-Consulting bewirkt der Titel jeweils 23 Prozent mehr Einkommen.

Einen weniger starken Einfluss auf das Gehalt hat der Doktortitel im Risk Management. Während das Gehalt für Masterabsolventen bei 58.200 Euro liegt, beziehen promovierte Beschäftigte nur circa 2600 Euro mehr im Jahr. Der Gehaltszuwachs beträgt somit nur vier Prozent. Ein ebenfalls geringes Wachstum stellten die Analysten im Marketing fest. Durch den akademischen Titel steigt das Einkommen eines Marketing Managers von 41.000 Euro um sieben Prozent. Damit erreicht das Bruttojahresgehalt für Promovierte in diesem Bereich 44.100 Euro.

Quelle: ntv.de, awi

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