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Hinweise für Reisende Airlines reagieren auf Türkeiunruhen

Ankara und Istanbul gelten schon seit langer Zeit als riskante Reiseziele in der Türkei - doch gerade jetzt ist die Lage für Touristen unübersichtlich. Nach dem Putsch-Versuch reagieren auch die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften.

Die derzeitige Lage in der Türkei ist auch für die deutschen Fluggesellschaften und Reiseveranstalter heikel. Einige Airlines haben ihre Flüge in die Türkei gestrichen, andere fliegen hingegen doch. Die Reiseveranstalter bieten ihren Kunden kostenlose Stornierungen und Umbuchungen an. Das Auswärtige Amt rät Touristen in Antalya und Istanbul zu äußerster Vorsicht. Bei unklarer Lage solle man Wohnungen und Hotels im Zweifel nicht verlassen, heißt es im Reisehinweis für die Türkei.

Nach Aussage der Reiseveranstalter ist die Lage in den touristischen Regionen am Mittelmeer ruhig. "Bisher haben wir keine Erkenntnisse darüber, dass unsere Gäste an der Südküste der Türkei davon betroffen sind", hieß es zum Beispiel bei Thomas Cook. Man empfehle jedoch den Gästen vorsichtshalber, bis auf Weiteres im Hotel zu bleiben.

Airlines reagieren unterschiedlich

Nach dem Putschversuch in der Türkei haben mehrere Airlines Flüge nach Istanbul und Ankara gestrichen. Die Urlaubsregionen des Landes wie Antalya, Izmir oder Dalaman werden dagegen von zahlreichen Fluggesellschaften planmäßig angeflogen. Reiseveranstalter berichteten am Samstag von nur wenigen Urlaubern, die ihren Türkei-Urlaub wegen der unsicheren Lage nicht antreten oder vorzeitig abbrechen wollten. Die Fluggesellschaften rieten den Passagieren, sich möglichst frühzeitig über die aktuelle Lage zu informieren.

Die Lufthansa fliegt nur die Strecken ab Frankfurt nach Antalya und Bodrum an. Air Berlin hat die Flüge in die Urlaubsregion Antalya wieder aufgenommen. "Wir haben uns dazu entschieden, die Flüge in die Türkei bis auf Weiteres durchzuführen", sagte ein Sprecher. Die Airline beobachte die politische Lage und stehe in Kontakt mit den Behörden. Auch Condor will heute wie geplant, in die Urlaubsregionen der Türkei fliegen. Ein Sprecher sagte, etwa drei Viertel der gebuchten Passagiere hätten die Reise angetreten.

Kunden des Reiseveranstalters Thomas Cook und Condor können kostenfrei ihre Reise umbuchen oder stornieren. Auch andere Reiseveranstalter sitzen derzeit mit ihren Krisenteams zusammen. Tui Deutschland bietet allen Urlaubern für Anreisen bis zum 17. Juli an, kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Dafür sollten sich die Urlauber an ihre Buchungsstelle wenden. Auch Gäste vor Ort, die ihren Urlaub abbrechen möchten, könnten dies tun. Eine vorzeitige Abreise werde durch die Reiseleitung vor Ort organisiert.

Wer genau wissen will, welche Umbuchungen und Stornierungsmöglichkeiten er hat, sollte den jeweiligen Reiseveranstalter kontaktieren. Gerade Pauschalreisende können sich jederzeit an die Unternehmen wenden, um diese Informationen zu bekommen.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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