Reise

Manches billiger, manches teurer Bahn verändert einige Preise

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Die Bahn versucht mit Preisänderungen mehr Kunden anzulocken.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Die Bahn hat mit Fernbussen und Billigfliegern mächtig Konkurrenz, die Reisen teilweise deutlich günstiger anbietet. Nun gibt die Deutsche Bahn dem Preisdruck teilweise nach. Vor allem Sparpreis-Nutzer und Besitzer der Bahncard 50 können sparen.

Wer innerhalb Deutschlands eine lange Strecke reisen möchte, hat mehrere Optionen: Auto, Bahn, Fernbus oder Flugzeug. Damit sich künftig wieder mehr Menschen für die Deutsche Bahn entscheiden, verändert sie einige Punkte in ihrem Preissystem. In der ersten Jahreshälfte hatte das Unternehmen schon einige Veränderungen vorgenommen, diese sollen nun weitergehen. Insgesamt seien Bahntickets von Januar bis Mai bereits fünf Prozent günstiger geworden, sagte Fernverkehrs-Vorstandschefin Birgit Bohle. Alles deute auf einen Fahrgastrekord für 2016 hin. Jetzt müsse das Ziel sein, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu sichern, betonte sie. Das will die Bahn mit mehreren kleinen Preisanpassungen schaffen, die Stammkunden binden und neue Fahrgäste auf die Schiene locken sollen:

19-Euro-Sparpreise: Unterm Strich sei die Aktion mit reduzierten Sparpreisen für den Umsatz positiv, sagte Bohle. Sie werde noch einmal verlängert, diesmal bis zum Ende der Sommerferien Mitte September. Vor allem junge Bahnfahrer nutzen die Tickets. 40 Prozent hätten angegeben, sonst Fernbus gefahren zu sein.

Voraus buchen: Sparpreise soll man ab Jahresende auch im Internet ein halbes Jahr vor der Reise buchen können. Das ist bisher nur im Reisezentrum möglich.

Rabatt mit Bahncard 50: Die 1,3 Millionen Besitzer einer Bahncard 50 bekommen ab August auf Sparpreise zusätzlich 25 Prozent Rabatt. Das galt bisher nur für Inhaber einer Bahncard 25. Für die Kunden sei das immer unverständlich gewesen, sagte Bohle. Jetzt sei sicher, dass man mit Bahncard 50 auch immer zum günstigsten Preis reise.

Preissenkung bei Bahncard für junge Leute: Menschen unter 26 Jahren zahlen für ihre Bahncard 50 künftig nur noch 69 Euro (statt bisher 127 Euro).

Darüber hinaus gibt es auch Bereiche, in denen die Bahn beim Preis draufschlägt.

Ticketkauf im Zug: Der Bordzuschlag steigt von 7,50 auf 12,50 Euro. Das betreffe aber nur rund ein Prozent der Kunden, die ihr Ticket beim Schaffner lösten. Die Bahn wolle so Handy-Tickets stärken und mehr Zeit für den Service im Zug gewinnen, sagte Bohle.

Reservieren in der 1. Klasse: Viele Alleinreisende in der ersten Klasse reservierten mehr als einen Sitz, so Bohle. Um das zu vermeiden, wird die Gebühr von 4,50 auf 5,90 Euro angehoben.

Markttest: Ab August testet die Bahn zudem weitere Änderungen wie günstigere Bahncards für Reisende ab 60 Jahren, Partnerangebote bei der Probebahncard und auf zwei Strecken unterschiedliche Preise, je nachdem, wie stark ein Reisetag gebucht ist.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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