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NS-Bau Prora auf Rügen Jugendherberge entsteht

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(Foto: dpa)

Die Nationalsozialisten bauten den "Koloss von Prora" auf Rügen als ersten Komplex einer geplanten gigantischen Ferienanlage der Organisation "Kraft durch Freude" für 20.000 Menschen. 70 Jahre nach dem Bauende soll nun eine Jugendherberge in eine der leerstehenden Bauten einziehen. Am Wochenende begann mit einer Grundsteinlegung der 16,3 Millionen Euro teure Umbau des Blockes 5. Die Jugendherberge mit 98 Zimmern und 400 Betten soll 2011 eröffnet werden.

Die Nationalsozialisten hatten den Bau am Ostseestrand der Insel Rügen als "Seebad der 20.000" geplant, es ging aber als solches nie in Betrieb. Zu DDR-Zeiten wurde das Gelände von der Nationalen Volksarmee (NVA) genutzt.

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Der Bund hatte nach der Wende die zwischen 1936 und 1939 gebaute und insgesamt 4,5 Kilometer lange NS-Ferienimmobilie übernommen und nach dem Abzug der Bundeswehr 1992 ein Nutzungskonzept erarbeiten lassen.

Neben der Jugendherberge und einem ebenfalls im Block 5 geplanten Begegnungszentrum sollen in den Blöcken 1 und 2 ein Hotel und Ferienwohnungen sowie im Block 3 ein Jugendsport- und Ferienhotelkomplex entstehen. Sollten alle Projekte umgesetzt werden, könnten in Prora 3000 Gäste beherbergt werden.

Quelle: ntv.de, abe/dpa