Reise

Tickets und Entschädigungen Manche Air-Berlin-Kunden müssen zittern

365c7a6ea9155b932b61fa78c41886cd.jpg

Das Zittern geht für Air-Berlin-Kunden weiter.

(Foto: dpa)

Noch weiß niemand, wer Air Berlin übernehmen wird. Für Kunden ist es ungewiss, ob sie Ersatzflüge und Entschädigungen erhalten werden. Pauschalurlauber sind aber auf der sicheren Seite, denn ihr Veranstalter muss sich kümmern.

Das Pokern um Air Berlin soll bald ein Ende haben, doch viele Kunden der Fluggesellschaft ärgern sich derzeit über unklare Verhältnisse: "Für Passagiere sind die Aussichten aber eher trübe", sagt Reiserechtler Paul Degott aus Hannover. Der Grund: "Wer ein Ticket bei Air Berlin gebucht hat, kann nicht sicher sein, dass er damit auch wie geplant fliegen kann." Denn ob die Fluggesellschaft, die dann Strecken und Slots von Air Berlin übernimmt, auch die Tickets akzeptiert, ist eher unsicher. "Jetzt noch ein Ticket zu buchen, ist daher nicht unbedingt sinnvoll."

Auch ob Passagiere bestehende Entschädigungsansprüche durchsetzen können, ist fraglich. "Sie können ihren Anspruch beim Insolvenzverwalter anmelden", erklärt Degott. Allerdings stehe man dann in der Reihe mit allen anderen Gläubigern. "Wer einen Anspruch hat, muss also damit rechnen, dass er am Ende leer ausgeht."

Pauschalurlauber sind abgesichert - unabhängig vom Ergebnis der Verkaufsverhandlungen. Der Reiseveranstalter, bei dem die Reise gebucht wurde, muss für Ersatz sorgen. Darauf weisen die Verbraucherzentralen hin. Das heißt: Reisende können vom Veranstalter einen Ersatzflug fordern, falls ihre geplante Verbindung nicht mehr angeboten wird. Und sollte die gebuchte Reise ganz platzen, können Gäste das bezahlte Geld vom Reiseveranstalter - nicht von der Fluggesellschaft - zurückfordern.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

Mehr zum Thema