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Seit Montag mussten gestrandete Urlauber in Denpasar auf ihren Abflug warten.
Seit Montag mussten gestrandete Urlauber in Denpasar auf ihren Abflug warten.(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 30. November 2017

Vulkanausbruch droht noch immer: Tausende Touristen verlassen Bali

Der Agung spuckt weiter Asche und Feuer - weil die kilometerhohe Rauchsäule aber abgezogen ist, können am Flughafen von Denpasar wieder Maschinen starten. Tausende gestrandete Urlauber werden ausgeflogen. Doch von Entwarnung kann keine Rede sein.

Nach der Wiederinbetriebnahme des internationalen Flughafens auf Bali haben Tausende Touristen die von einem Vulkanausbruch bedrohte Ferieninsel verlassen. Seit der Flughafen wieder geöffnet sei, normalisierten sich "die Dinge schrittweise", sagte Flughafensprecher Israwadi. Mehr als 4500 Menschen seien inzwischen ausgeflogen worden.

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Der internationale Flughafen von Denpasar war am Montag wegen einer riesigen Aschewolke aus dem Vulkan Agung geschlossen worden. Hunderte Flüge wurden gestrichen, mehr als 120.000 Urlauber saßen deswegen auf der Insel fest. Am Mittwoch wurde der Flugverkehr vorerst wieder aufgenommen, weil die Vulkanasche in eine andere Richtung geweht wurde. Allerdings wird es Tage dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert hat.

Nach Angaben eines Flughafensprechers gab es zunächst nur etwa 20 Starts und Landungen. Normalerweise werden über den Flughafen in der Nähe der Insel-Hauptstadt Denpasar pro Tag etwa 400 Flüge abgewickelt. Der Flughafen auf der nahegelegenen Insel Lombok wurde derweil wieder geschlossen, weil Asche und Rauch in Richtung des Flughafens zogen.

Zwei Kilometer hohe Aschewolke

Zwar schien der Vulkan weniger Asche und Rauch auszustoßen, Experten mahnten aber zur Vorsicht. Ein größerer Ausbruch könne jederzeit erfolgen, hieß es. Überdies ähnele die Aktivität des Agung den Entwicklungen, die sich vor dem letzten Ausbruch des Vulkans 1963 abspielten. Damals waren rund 1600 Menschen durch den Vulkanausbruch ums Leben gekommen.

Inzwischen steigt die Aschewolke mehr als zwei Kilometer hoch in die Atmosphäre. Die nationale Katastrophenschutzbehörde berichtete von vielen kleineren Eruptionen. Ob daraus ein heftiger Ausbruch wird, weiß weiterhin niemand. Rund um den mehr als 3000 Meter hohen Berg im Osten der Insel gilt seit Beginn der Woche die höchste Alarmstufe. Trotzdem halten sich immer noch viele Anwohner in der Gegend auf, die eigentlich Sperrzone ist.

Quelle: n-tv.de