Reise

Hotelzimmer in NS-Anlage Prora Umbau beginnt 2011

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Will was draus machen: Ulrich Busch in Prora an Block II.

(Foto: dpa)

Das ehemalige Nazi-Seebad Prora auf der Insel Rügen soll wieder Touristen anlocken. In den Häuserblocks direkt am Strand entstehen ein Drei-Sterne-Hotel, eine Jugendherberge und Wohnungen. Zwei Blöcke des von den Nationalsozialisten geplanten "Seebades der 20.000" stehen nun vor dem Umbau. Die Investoren Ulrich Busch und Christian Haas wollen von Frühjahr 2011 an einen Teil der denkmalgeschützten Anlage sanieren. Es sollen rund 600 Hotelbetten und 400 Wohnungen entstehen.

Busch, Sohn des Arbeiter-Sängers und NS-Verfolgten Ernst Busch, hatte 2006 ein 36 Hektar großes Areal der NS-Immobilie für 455.000 Euro vom Bund gekauft. Der Umbau soll über einen gewerblichen Immobilienfonds finanziert werden. Die Gemeinde Binz hat den Bebauungsplan genehmigt. Die Baugenehmigung vom Kreis steht noch aus.

Die KdF-Anlage ist neben dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg die größte geschlossene Hinterlassenschaft nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Sie wurde 1936 bis 1939 gebaut. Die insgesamt fünf Blöcke wurden aber nur teilweise fertig und nach dem Krieg von der NVA (Nationale Volksarmee der DDR) genutzt.

Quelle: ntv.de, abe/dpa