Reise

Überraschendes auf Kanareninsel Was Teneriffa außer Vulkanlandschaft bietet

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Vulkan Teide im Sonnenuntergangs-Licht: Wer möchte da nicht die Sterne beobachten?

(Foto: imago/imagebroker)

Teneriffa ist vor allem seine Strände und Vulkanlandschaften bekannt. Nur wenige Urlauber wissen aber, dass die Kanareninsel auch zu den weltbesten Orten für die Sternebeobachtung zählt. Aber sie bietet noch mehr.

Eigentlich ist Teneriffa vor allem für Sonne und seine Strände bekannt. Die wenigsten Urlauber wissen, dass die größte Kanareninsel auch zu den weltbesten Destinationen für die Sternebeobachtung zählt und dort zunehmend hervorragende Weine gemacht werden. Als Weininsel hat sich Teneriffa noch nicht verdächtig gemacht. Doch das ändert sich gerade, denn das milde Klima und der vulkanische Boden sind der Grund für eine zunehmend hohe Qualität an Rot- und Weißweinen sowie Rosés.

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Spektakuläre Aussichten bei Nacht.

(Foto: imago/Westend61)

Dagegen ist Teneriffa als Standpunkt für Himmelsbeobachtungen nicht nur für die Wissenschaft Weltklasse, sondern auch für immer mehr Besucher, die das Universum entdecken und Sternschnuppenregen erleben möchten. Der Nachthimmel über der größten Kanareninsel ist weit weg von den Metropolen Europas und deshalb besonders klar. Optimale Bedingungen zum Betrachten der leuchtenden Himmelskörper bieten sich besonders in der Umgebung des Nationalparks "El Teide", Heimat des dritthöchsten Inselvulkans der Welt und Spaniens größter Erhebung, dem 3718 Meter hohen "Pico del Teide"-Stratovulkan. Im Nationalpark können astronomische Einrichtungen öffentlich genutzt werden.

Beliebte Ziele für Sternengucker sind auch der Gipfel des "Montaña Guajara" oder die Umgebung des Hotels "Parador de Turismo". Für Besucher, die an Astronomie interessiert sind, gibt es dort diverse Aussichtspunkte, um unendliche Galaxien zu entdecken. Im Teide-Observatorium steht unter anderem das Sonnenteleskop "Gregor" mit 1,5 Metern Durchmesser.

Eine besondere Attraktion sind die Sternschnuppenregen wie die jährlichen "Perseídas" oder "Leónidas", und in der ersten Reihe der Naturshow des glitzernden Sternenhimmels sitzt man auf dem höchsten Punkt des Kraters "Las Cañadas del Teide", der allerdings eine ausgiebige Wanderung voraussetzt. Auf der Route zu den Planeten und Sternen sowie dem Rundgang durch den Nationalpark warten insgesamt sieben weitere Aussichtspunkte auf Sternenbeobachter.

Lange Weintradition mit großer Vielfalt

Viele Urlauber kennen außerdem nicht die Wein-Tradition der Insel: "Der Wein steigt in das Gehirn, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von feurigen und schönen Bildern." In "Die Tragödie von König Richard III." beschrieb Shakespeare Ende des 16. Jahrhunderts die Wirkung der Teneriffa-Weine, dessen Anbau bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht. Über zwei Jahrhunderte war der ein großer Wirtschaftsfaktor dort, ehe der Export der Weine nach Europa einbrach. Schuld waren Madeira mit seinem Portwein und die Zerstörung von Teneriffas Handelshafen "Garachico" durch einen Vulkanausbruch.

Erst Ende des 20. Jahrhunderts erlebte der Weinsektor eine Neubelebung. Derzeit beherbergen die Kanarischen Inseln mehr als 80 verschiedene Rebsorten, deren Weinberge von der Reblaus, die im 15. Jahrhundert rund 300 Jahre lang in Europa wütete, verschont blieben und traditionelle Rebsorten bis heute überlebten. Heute kultivieren die "Tinerfeños" eine Anbaufläche von mehr als 8000 Hektar.

Das besondere Geheimnis des fruchtigen Inseltropfens liegt in den Böden der größten Kanareninsel. Der vulkanische Ursprung verleiht den Weinen ihre charaktervolle Note und das ganzjährig milde Klima sowie die konstanten Passatwinde sorgen für eine optimale Reifung der Trauben. Die Anbauregionen auf Teneriffa untergliedern sich in fünf Bereiche: Abona, Valle de La Orotava, Valle de Güimar, Tacoronte-Acentejo und Ycoden Daute Isora.

Quelle: n-tv.de, sgu/spot

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