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Donnerstag, 11. Oktober 2018

"Historisches Ereignis": Aston Martin steigt bei der DTM ein

Es ist vollbracht, die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft holt einen prominenten Ersatz für das scheidende Team von Mercedes auf die Rennstrecke: Niemand Geringeres als die britische Nobelmarke Aston Martin steigt in den Rennzirkus ein. Das ist nicht die einzige Neuerung.

Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft wird ein bisschen britisch: Hersteller Aston Martin steigt zur kommenden Saison in das teutonische Rennspektakel ein. Durch den Schritt ist die Zukunft der DTM vorerst gesichert, die mit dem Rückzug von Mercedes infrage gestellt worden war. Nun sind auch 2019 drei verschiedene Fabrikate in der Rennserie am Start. Aston Martin tritt mit dem Team R-Motorsport gegen Audi und BMW an.

Die beiden bayerischen Hersteller hatten mehrfach betont, 2019 nur weitermachen zu wollen, wenn vorher klar ist, dass bis spätestens 2020 mindestens ein neuer Teilnehmer in die DTM einsteigt. Mercedes verlässt nach dieser Saison die Rennserie und engagiert sich künftig neben der Formel 1 auch stärker in der vollelektrischen Formel E.

Gerhard Berger spricht von einem "historischen Ereignis".
Gerhard Berger spricht von einem "historischen Ereignis".(Foto: picture alliance/dpa)

"Diese Entscheidung eines Luxus-Sportwagen-Herstellers wie Aston Martin ist ein historisches Ereignis für unsere Serie und ein Meilenstein für die internationale Ausrichtung der DTM", sagte Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR, unmittelbar vor dem Saisonfinale in Hockenheim.

Den Namen DTM wird es über das kommende Jahr hinaus nicht mehr geben. Grund dafür ist die Internationalisierung der ITR, die zuletzt die mehrjährige Zusammenarbeit mit der GTA - Dachorganisation der japanischen SUPER-GT-Serie - weiter  intensiviert hatte. Wie die Serie künftig heißen soll, ist aber noch offen. "Die internationale Ausweitung werden wir in  Abstimmung mit Teams und Herstellern weiter vorantreiben, was zur Saison 2020 auch mit einer Anpassung des Seriennamens zum Ausdruck kommen soll", so Berger.

Vorfreude bei Audi: "Toller Wettbewerb"

Sollten die Vorbereitungen planmäßig verlaufen, tritt Aston Martin mit einem Wagen auf Basis des Modells Vantage an. Ob es rechtzeitig klappt, ist allerdings noch offen. "Erste Renneinsätze sind bereits in der kommenden Saison geplant", hieß es in der Mitteilung. Zu den Fahrern und zum weiteren Umfang des Engagements werde es erst zu einem späteren Zeitpunkt nähere Angaben geben, hieß es. Aston Martin greift auch auf die Unterstützung des Unternehmens HWA des langjährigen DTM-Chefs Hans Werner Aufrecht zurück. HWA war bislang Mercedes-Einsatzteam und sammelte die meisten Titel in der Rennserie.

Die Konkurrenten freuen sich auf die neue Marke. "Damit ist sichergestellt, dass die DTM weiterhin auf hohem sportlichen und technischen Niveau mit Premiumherstellern präsent ist. Ich glaube, Aston Martin, Audi und BMW werden einen tollen Wettbewerb austragen", sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt erklärte: "Der Einstieg ist eine großartige Nachricht für die Serie und ihre Fans. Er gibt allen Beteiligten Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Unser Vertrauen in den Fortbestand der DTM und die vielen investierten  gemeinsamen Arbeitsstunden mit ITR und Audi haben sich ausgezahlt."

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Quelle: n-tv.de